Um Gefahrensituationen zu erkennen Polizei nutzt Drohnen bei Umzügen in Weil der Stadt und Leonberg

Drohne in der Luft: demnächst auch in Weil der Stadt Foto: dpa/Bernd Weißbrod

Um Gefahrensituationen erkennen zu können, setzen die Beamten beim Fasnetsumzug in Weil der Stadt in eineinhalb Wochen und auf dem Leonberger Pferdemarkt erneut auf neueste Technik.

Der Fasnetumzug in Weil der Stadt steigt am Sonntag, 11. Februar. Das heißt: Wie in jedem Jahr wird die Veranstaltung auch in eineinhalb Wochen wieder eine große Menschenmasse anziehen. Darauf bereitet sich auch die Polizei vor. Das zuständige Polizeipräsidium Ludwigsburg teilt nun mit: „Während des erfahrungsgemäß stark frequentierten Fasnetsumzugs in Weil der Stadt wird das Polizeipräsidium Ludwigsburg wie bereits in der Vergangenheit eine Drohne einsetzen.“ Sie übertrage Übersichtsaufnahmen dieser traditionellen Veranstaltung.

 

Weiter teilt die Polizei mit: „Das Fluggerät wird beim Umzug zur Sicherheit der Umzugsteilnehmer und seiner Besucher eingesetzt.“ Durch die Bildübertragung sei es möglich, eine umfassende Übersicht über den schwer zugänglichen Einsatzraum in der Weiler Altstadt und den Verlauf des Umzugs zu gewinnen. „So ist neben dem rechtzeitigen Erkennen möglicher Gefahrensituationen für das Publikum auch der Überblick über die Verkehrssituation und bei Bedarf ein schneller Einsatz der Sicherheitskräfte möglich.“

Die Drohne werde von speziell ausgebildeten Beamten des Polizeipräsidiums Ludwigsburg gesteuert, die auch für die Einhaltung der Flugsicherheit verantwortlich seien. „Menschenmengen werden nicht überflogen“, heißt es in der Mitteilung der Polizei ausdrücklich. Eine Aufzeichnung der Bildübertragung finde zudem grundsätzlich nicht statt, die Identifizierung einzelner Personen sei bei den Übersichtsvideos generell nicht möglich. „Eine Abweichung von dieser Verfahrensweise ist nur dann zulässig, wenn es zur Verfolgung einer konkreten Straftat erforderlich ist.“

Auch beim Leonberger Pferdemarkt, wenn am Dienstag, 13. Februar, Tausende Menschen die Umzugsstrecke säumen, kommen laut Polizeipräsidium Drohnen zum Einsatz. Man wolle „Übersichtsbilder dieses traditionellen Höhepunkts der Festtage“ übertragen. Die Vorgaben gleichen jenen für die Weiler Fasnet: kein Flug direkt über Menschenmengen, keine Aufzeichnungen, keine Identifizierungen anhand des gefilmten Materials. Und auch beim Pferdemarkt gilt: Es ist nicht das erste Mal, dass die Polizei auf Luftaufklärung setzt. Bereits in den vergangenen Jahren schwirrten Drohnen über der Umzugsstrecke.

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