Umsonst & Draußen in Stuttgart-Vaihingen Drei Tage Party zum Nulltarif

Die Band Fucking Disco Dance Machine bot eine energiegeladene und schweißtreibende Bühnenshow. Foto: Fatma Tetik 8 Bilder
Die Band Fucking Disco Dance Machine bot eine energiegeladene und schweißtreibende Bühnenshow. Foto: Fatma Tetik

Tausende sind am Wochenende wieder auf die Uniwiese in Vaihingen gepilgert, um beim inzwischen schon 37. Umsonst & Draußen-Festival mitzufeiern. Das Wetter war gut, die Musik mitreißend, die Stimmung super – entsprechend zufrieden sind auch die Veranstalter.

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Vaihingen - Alternativ, aufmüpfig und liebenswert: das Umsonst & Draußen-Festival ist das wohl größte, nicht kommerzielle Event in der Region – und das unangepasste Gegenstück zum Stuttgarter Sommerfest, das zeitgleich am Wochenende stattgefunden hat.

Drei Tage lang, von Freitag bis Sonntag, rockten in diesem Jahr 18 Bands die beiden Bühnen am Pfaffenwald und heizten den Festivalbesuchern ein. Die Stuttgarter Gruppe Gutterballs eröffnete den 37. Musik-Marathon am Freitag mit einer rotzig-rockigen Darbietung auf der Zeltbühne.

Django S. mit nackten Oberkörpern und rasantem Mix

Energiegeladene und schweißtreibende Bühnenshows ließen die kühleren Temperaturen vergessen. „Hoch die Ärsche“ hieß es beim Line-Up unter freiem Himmel am Samstag, den die Band Fucking Disco Dance Machine mit dieser einladenden Botschaft eröffnete.

Spätestens am Abend stand dann kein Bein mehr still: nicht in Lederhosen, dafür mit nacktem Oberkörper lieferte die bayerische Band Django S. einen tanzbaren, energetischen und rasanten Mix aus Ska, Rock 'n' Roll, Mundart und Balkan Beats. Die festivalerprobten schwäbischen Helldorados waren am Abschlusstag als musikalisches Highlight im Programm des diesjährigen Gratiskonzerts eingeplant.

Vor allem am Sonntag Besucher aus der ganzen Region

Der Veranstalter, der Verein Umsonst & Draußen Kultur e.V. Stuttgart, zieht eine positive Bilanz. „Das Ganze steht und fällt mit dem Wetter. Eingefleischte Festivalgäste können aber bei jedem Wetter feiern“, sagte Niko Hörr vom Orga-Team. So strömten vor allem am Sonntag bei warmen Temperaturen Tausende Besucher aus der ganzen Region auf das Gelände.

Viele sind Wiederholungstäter. „Das Festival ist ein absolutes Muss im Kalender“, sagt eine Studentin, die sich gemeinsam mit Kommilitonen auf der weitläufigen Wiese niedergelassen hat. Daneben schlägt eine Männergruppe ein Zelt auf. „Wir kommen schon seit 20 Jahren her. Die Mucke, die Stimmung und das Bier sind einfach geil“, erklärt einer von ihnen.

Auch in diesem Jahr wurde „Verräterbier“ einkassiert

Die locker-heitere, ungezwungene und offene Atmosphäre spreche auch immer mehr Familien an, sagt Tobias Schwarz vom Plenum-Team. Für Kinder gab es in diesem Jahr erneut eine Kinderwerkstatt mit Bastel- und Spielangeboten und Theateraufführungen. An Infoständen von politischen und kulturellen Initiativen konnten sich Besucher austauschen und informieren.

Da sich das ausnahmslos durch ehrenamtliche Helfer durchgeführte Umsonst & Draußen-Festival weitgehend über den Bierverkauf finanziert, ist es untersagt, eigene Getränke mitzubringen. Dennoch mussten auch in diesem Jahr Ordner sogenanntes „Verräterbier“ einkassieren. „Wir wollen auch weiterhin ein kostenloses Festival bleiben; das ist aber nur möglich, wenn man fair bleibt und mit anpackt“, sagte Schwarz. Helfende Hände sind somit auch beim Abbau am Montag gefragt. Wer sich einbringen will, kommt einfach spontan vorbei.




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