Wer sich ein bisschen mit Kryptowährungen befasst, stößt schnell auf die Worte „Coin“ und „Token“. Für Einsteiger scheinen beide Begriffe dasselbe zu meinen. Doch es gibt Unterschiede.

Digital Unit: Lukas Böhl (lbö)

Coin, Token und Altcoin: Das sind die Unterschiede

Der Hauptunterschied zwischen einem Coin und Token ist: Ein Coin basiert immer auf einer eigenen Blockchain, während ein Token auf einer bereits vorhandenen Blockchain aufgebaut wird. Bitcoin war der erste digitale Coin überhaupt und hat eine eigene Blockchain. Im Laufe der Jahre wurden auf dieser Blockchain andere Kryptowährungen aufgebaut, die man daher als Token bezeichnet. Mittlerweile basieren die meisten Token jedoch auf der Ethereum-Blockchain.

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Unterschiede in der Funktion

Aber auch in ihrer Funktion unterscheiden sich Coins und Token. Coins kann man als digitales Geld bezeichnen. Sie dienen als Wertspeicher und können als Zahlungsmittel für Waren oder Dienstleistungen verwendet werden. Token dagegen sind in der Regel in ein Ökosystem eingebunden, in dem sie alle möglichen Funktionen einnehmen können. Sie dienen zum Beispiel als Zahlungsmittel, bilden einen realen Vermögenswert ab oder funktionieren als Zugangsberechtigung für Waren oder Dienstleistungen. So könnten zum Beispiel Besitzrechte für Immobilien tokenisiert, also digital auf einer Blockchain abgebildet werden. Die Einsatzmöglichkeiten von Token sind somit weitaus größer als die von Coins. Sie können aber auch schwerer zu Geld gemacht werden, da sie sich in der Regel nicht als Zahlungsmittel in der echten Welt verwenden lassen.

Unterschied zu Altcoins

Was es mit dem Begriff Altcoin auf sich hat, ist dagegen schnell erklärt. Alle Coins außer Bitcoin sind Altcoins, da BTC die erste Kryptowährung war. Sie existiert seit 2009.

Merke: Als Faustregel zur Unterscheidung zwischen Coins und Token kann man sich merken, dass Coins als liquide Zahlungsmittel dienen, während alle Funktionen, die darüber hinaus gehen, auf einen Token hindeuten.

Utility Token vs. Security Token

Bei Token unterscheidet man zwischen sogenannten Utility Token und Security Token. Erstere haben, wie der Name bereits verrät, eine ganz spezielle Funktion innerhalb ihres Ökosystems. Ein Beispiel wären Token innerhalb eines Computerspieles, die dort zum Freischalten von Bonusinhalten verwendet werden können. Genauso gut könnten Utility Token aber auch dazu eingesetzt werden, um spezielle Kreditkarten eines Zahlungsdienstleisters zu erhalten. Security Token dagegen lassen sich eher mit Aktien vergleichen und repräsentieren einen handelbaren Vermögenswert. So kann ein Unternehmen zum Beispiel Anteilsscheine in Form von Security Token verkaufen, die wie eine tokenisierte Version von Aktien funktionieren.

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