Urban Art in Degerloch Nummer 20: Stuttgart bekommt das nächste Graffiti-Häuschen

Der neue Hingucker an der Oberen Weinsteige Foto: StZN/Lena Hummel

An vielen Stellen im Stuttgarter Stadtgebiet stehen Umspannstationen von Stuttgart Netze, die mit Graffitis geschmückt sind. Jetzt ist in der Street Art-Sammlung ein Kunstwerk hinzugekommen.

Links ein Kojote im traditionellen Graffiti-Stil, rechts ein Pferd, das aussieht, wie gemalt; dazwischen Elemente, die auch ein Grafikprogramm hätte ausspucken können und eine Comicfigur, die Kleidung in den Farben der Stadt Stuttgart trägt: Was sich Künstler Jan Haas aka Dingo Babusch da einfallen lassen hat, schmückt jetzt die Umspannstation der Stuttgart Netze in der Oberen Weinsteige in Degerloch.

 

Das Kunstwerk direkt an der B 27, das auch von der Zacke aus zu sehen ist, ist im März entstanden. Eineinhalb bis zwei Wochen hat der Künstler eigenen Angaben zufolge für sein Werk gebraucht. Aber warum dort? Und warum dieses Motiv?

Seit 2017 sind Sprayer am Werk

Die Umspannstation in Degerloch ist nicht die erste ihrer Art, die einen neuen Anstrich bekommen hat. Seit 2017 gestaltet die Stuttgart Netze in Kooperation mit lokalen Graffitikünstlern und in Abstimmung mit Stadtplanungsamt und Bezirksbeiräten die Fassaden ausgewählter Umspannstationen neu. Florian Schupp, Graffitibeauftragter der Stuttgarter Jugendhausgesellschaft, vermittelt dem Unternehmen die Künstler.

Nicht überall sind die Sprayer bei der Gestaltung so frei wie Jan Haas in Degerloch, Vorgaben gab es nicht, das bestätigt Moritz Oehl, Sprecher der Stuttgart Netze. Haas hat sich deshalb das Ziel gesetzt, zu zeigen, was Graffiti eigentlich alles beinhaltet und traditionelle, grafische und gemalte Elemente verwendet. „Dass das alles von einer Person gemacht ist, ist für viele vielleicht gar nicht ersichtlich“, sagt der Künstler.

Positives Feedback für Wandkunst

Gut angenommen wird es allemal. „In den sozialen Medien habe ich bereits viel positives Feedback zu dem Graffitimotiv erhalten“, sagt der Degerlocher Bezirksvorsteher Colyn Heinze. Die Gestaltung des Häuschens werte die ganze Umgebung auf. Harald Hauser, technischer Geschäftsführer der Stuttgart Netze, pflichtet ihm bei:„Es ist immer wieder beeindruckend, welche Wirkung Kunst auf unseren Trafohäuschen entfalten kann. Wir versuchen, damit einen Beitrag zur Aufwertung des Stadtbilds zu leisten. Außerdem schaffen wir durch unsere Aktionen legale Flächen für Graffitikünstler in Stuttgart. Und nicht zuletzt machen wir auf die wichtige Strom-Infrastruktur aufmerksam, die die Energiewende in unserer Stadt überhaupt erst ermöglicht.“

Die Aktion an der Oberen Weinsteige war bereits Nummer 20. Weitere besprühte Trafohäuschen stehen in Vaihingen, Heslach, Botnang, Bad Cannstatt, Sillenbuch, Berg, Nord, Feuerbach, Ost, Zuffenhausen, Möhringen, Münster und Riedenberg. Wie diese aussehen, sehen Sie in unserer Bildergalerie.

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