Der wohl schönste Platz in Stuttgart soll wieder saftig grün erstrahlen. Ein neuer Rasen wird gerade ausgerollt, weil zwei Weihnachtsevents erhebliche Schäden hinterlassen haben.

Stadtleben/Stadtkultur: Uwe Bogen (ubo)

Der wesentliche Vorteil von Rollrasen ist, dass man das vorkultivierte Grün sehr schnell betreten kann, sobald alles verlegt ist. Auf dem Stuttgarter Schlossplatz sind gerade Landschaftsgärtner fleißig dabei, die Schäden zu beseitigen, die beim Wintertraum und bei den Glanzlichtern entstanden sind. Die öffentliche Hand muss dafür nicht aufkommen. „Die Kostenübernahme ist Teil der vertraglichen Vereinbarung mit den Veranstaltern“, sagt Sebastian Engelmann, der Sprecher des Finanzministeriums.

 

Mehr und nicht weniger Events sind für den Schlossplatz in diesem und im nächsten Jahr vorgesehen, der mit seiner traumhaften Kulisse des Neuen Schlosses und des Königbaus bei Veranstaltern sehr begehrt ist. Die Sorge um den Rasen sei unberechtigt, ist aus der Landesbehörde Vermögen und Bau zu hören, weil man den schnell erneuern könne.

Der Rasen ist also kein Grund, um Anfragen nach Nutzung des wohl schönsten Platzes der Stadt abzulehnen. Die Kosten, die nach Schäden beim SWR-Sommerfestival und den Jazz Open, entstehen, sind in aller Regel sehr gering, sie lagen zuletzt zwischen 2200 Euro (SWR) und 158 Euro (Jazzfestival).

Das Land vermietet den Schlossplatz, in diesem Sommer unter anderem für das Public Viewing der Fußball-EM, aber nur, wenn von vorneherein feststeht, dass nicht die Allgemeinheit bei kommerzieller Nutzung für Schäden aufkommt. Beim Wintertraum, der mit einer Rollschuhbahn aufwartet, gerät auch angesichts der Wetterverhältnisse, der Rasen immer stärker in Mitleidenschaft. Laut Veranstalter Stefan Kinzler liegen die Kosten für die Erneuerung der Grünfläches jedes Jahr etwa bei  20 000 Euro. Dies könnte mit ein Grund sein, warum beim Wintertraum der Glühwein meist teurer ist als beim Weihnachtsmarkt.

Mit dem Umsatz dieser Saison ist Kinzler nicht ganz zufrieden. Das schlechte Wetter habe diesmal dafür gesorgt, dass weniger Besucherinnen und Besucher kam wie gewohnt.

Wilhelma überprüft, ob alles stimmt

Wie die Grünflächen wiederhergestellt werden, legt Vermögen und Bau und die Wilhelma in Abstimmung mit den Veranstaltern fest. „Bei der Rasenerneuerung wird die Rasenmischung vorgegeben, für die Ausführung eine Fachfirma gefordert“, erklärt Sebastian Engelmann vom Finanzministerium. Die Wilhelma prüfe „die ordnungsgemäße Ausführung der Maßnahmen“, bevor sie die Flächen wieder in ihre Pflege übernimmt.