Verkaufsoffener Sonntag in Leonberg Draußen ist es trüb – und drinnen richtig voll

Von Kathrin Klette 

Zum verkaufsoffenen Sonntag gehen zahlreiche Besucher in die Altstadt, nach Eltingen und ins Leo-Center.

Ein Sonntagsbummel in der Altstadt: Das lassen sich viele nicht entgehen. Foto: factum/Bach
Ein Sonntagsbummel in der Altstadt: Das lassen sich viele nicht entgehen. Foto: factum/Bach

Leonberg - An einem so trüben Novembertag wie jetzt am Sonntag lockt es einen sonst nicht unbedingt auf die Straßen der Stadt. Am 4. November jedoch, pünktlich ab 13 Uhr, machen sich auf einmal zahlreiche Leute in Richtung Leonberger Altstadt auf, bummeln durch die Straßen und schauen gespannt in eines der vielen Schaufenster. Anders als sonst an Sonntagen stehen sie diesmal aber nicht vor verschlossener Tür. Den ganzen Nachmittag über haben die Geschäfte der Altstadt, außerdem das Leo-Center und das Bekleidungsgeschäft Wibbel in Eltingen, zum verkaufsoffenen Sonntag eingeladen. Das Fazit fällt bei allen Beteiligten positiv aus. Das Leo-Center beendete mit dem verkaufsoffenen Sonntag zudem seine 45-Jahr-Feier.

Volle Läden in der Altstadt und in Eltingen

„Wir sind sehr zufrieden, die Geschäfte sind voll“, erzählt Oliver Reuter von der Werbegemeinschaft Faszination Altstadt am Nachmittag. „Am Straßenbild sieht man es zwar nicht.“ Für Außengastronomie ist es schließlich zu kalt, und anders als zu anderen Terminen, während des Weihnachtsmarkts oder der Oldtimer-Show, gibt es kein Unterhaltungsprogramm auf dem Marktplatz. „Aber wenn man reingeht, sieht man, wie viel los ist.“ Und während die einen bummeln, genehmigen sich die anderen ein Päuschen im Café. „Manche waren sogar schon vor 13 Uhr hier und sind in die Läden, sobald sie aufgemacht haben“, berichtet Reuter. „Wir haben eine schöne Altstadt, und die Geschäfte sind alle inhabergeführt, das hat einen besonderen Charme, dass die Leute gerne herkommen.“

Geschäftiges Treiben herrscht außerdem in Eltingen bei Wibbel. „Schon um fünf nach eins waren alle Umkleidekabinen voll“, erzählt der Geschäftsführer Wolfgang Schmidt. Der Herbst ist jetzt da, und die Kunden sind auf der Suche nach Winterklamotten. „Heute haben die Leute Zeit, und das Wetter passt auch.“ Denn trüb ist es zwar, aber es regnet nicht. Das dürfte auch die Mitglieder von Lyra Eltingen freuen, die sich mit einem Crêpes-Stand vor dem Geschäft am verkaufsoffenen Sonntag beteiligen.

Abschluss zur 45-Jahr-Feier

„Ich musste gerade sogar kurz an der Rolltreppe anstehen“, erzählt der Manager des Leo-Centers, Klaus-Peter Regler, augenzwinkernd. Soll heißen: Am verkaufsoffenen Sonntag ist richtig was los im Leo-Center. „Heute ist ja auch der letzte Tag unseres Jubiläums, damit konnten wir die Leute sicher auch noch mal mobilisieren.“ Die Feiern und Aktionen rund um das 45-jährige Bestehen des Einkaufszentrums sind Klaus-Peter Regler zufolge sehr gut angekommen – vom Auftritt des Kabarettisten Christoph Sonntag bis zur Buchvorstellung des neuen Leonberger Bildbands. Beste Stimmung herrschte außerdem beim Maskottchentreffen am Samstag. Für Regler war das einer der Höhepunkte: „Die Kinder waren alle so begeistert und wollten unbedingt Fotos machen. Manche hatten sogar ihr eigenes Maskottchen mitgebracht, ein Mädchen hatte zum Beispiel eine kleine Biene-Maja-Puppe dabei.“ Von Kunden habe er zudem jede Menge positive Rückmeldungen bekommen. „Eine Dame brachte mir einen alten Leo-Center-Schlüsselanhänger, von einem anderen habe ich ein Bild vom Richtfest bekommen.“

Seit dem 18. Oktober wurde im Leo-Center mit vielen kleinen und großen Aktionen gefeiert, an denen sich auch die Geschäfte vor Ort beteiligt haben. Ist denn da für das richtige Jubiläum in fünf Jahren überhaupt noch Luft nach oben? „Da fällt uns bestimmt etwas ein“, verspricht Regler. „Je länger man hier ist, desto mehr Leute lernt man auch kennen und desto mehr fällt einem ein.“ Bis in fünf Jahren werde sich sicher auch noch vieles verändern. Allerdings, ergänzt er schmunzelnd: Nach den Events zum 45. „haben wir jetzt schon einen gewissen Anspruch“.