Verkehr Der B 297 droht ein Stausommer

Schon vor sechs Jahren gab es  in Rechberghausen ein Baustellenchaos. Foto: Pressefoto Horst Rudel
Schon vor sechs Jahren gab es in Rechberghausen ein Baustellenchaos. Foto: Pressefoto Horst Rudel

Die Gemeinde will die Ortsdurchfahrt sanieren. Damit erwartet 30 000 Pendler pro Tag die nächste wochenlange Geduldsprobe auf der Bundesstraße. Im vorigen Jahr war die B 297 in Wäschenbeuren saniert worden.

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Rechberghausen - Die B 297 zwischen Göppingen und Lorch ist die Hauptverkehrsachse zwischen Fils- und Remstal. Täglich befahren jüngsten Gutachten zufolge bis zu 30 000 Fahrzeuge diese Trasse, die mitten durch Rechberghausen führt. Nun kündigt die Straßenbaubehörde für dieses Jahr eine Asphaltsanierung an, und zwar in der kompletten Ortsdurchfahrt. Zugleich will die Kommune neue Parkbuchten anlegen sowie die Bushaltestellen barrierefrei ausbauen. Im Bereich der Bahnhofstraße soll überdies ein kombinierter Geh- und Radweg gebaut werden. Wann genau der Baustart sei, stehe noch nicht fest, erklärt Achim Laidig, der persönliche Referent des Bürgermeisters. Man könne aber davon ausgehen, dass dafür die Sommerferien genutzt werden, um den Verkehr möglichst wenig zu beeinträchtigen, so Laidig.

Flüsterasphalt lindert Verkehrslärm

Dass dennoch Pendlern erhebliche Behinderungen drohen, darüber ist sich Laidig im Klaren. Zuletzt wurde die Geduld der Autofahrer auf der B 297 vor einem Jahr ein paar Kilometer weiter in Wäschenbeuren auf die Probe gestellt. Über mehrere Monate hinweg hatte die Kommune ihre Ortsdurchfahrt komplett saniert und teilweise zurückgebaut. Mit Erfolg übrigens, wie der dortige Bürgermeister Karl Vesenmaier zu berichten weiß. Der Verkehr sei seiner Erfahrung nach nicht nur eingebremst, sondern durch den neuen Asphalt und verbesserte Schachtabdeckungen deutlich leiser geworden. Letzteres erhofft sich auch Rechberghausen.

Schleichwege gibt es mehrere

Allerdings ist damit zu rechnen, dass die Baustelle in Rechberghausen, anders als die in Wäschenbeuren, die Autofahrer auf Schleichwege zwingen wird. In Wäschenbeuren gab es kaum Alternativen zur Bundesstraße. Rechberghausen hingegen lässt sich durchaus umfahren. Der Gemeindeverbindungsweg zwischen Wäschenbeuren und Rechberghausen bei den Krettenhöfen Richtung Göppingen bietet sich dafür an.

Hellhörig wird aber auch der Wangener Bürgermeister Daniel Frey. Die letzten Male, als die B 297 in Rechberghausen wegen Baustellen schwer passierbar gewesen war, wichen nicht wenige Autofahrer auf den Schleichweg durch das Herrenbachtal und über den Wangener Teilort Oberwälden aus. „Wir werden schon darauf achten, dass die Baustelle nicht zu Lasten unseres Ortes geht“, kündigt Frey an.

Infoveranstaltung am 4. März

Für derartige Umfahrungskonzepte sei es aber noch zu früh, meint Achim Laidig. Eine Vollsperrung der Ortsdurchfahrt sei bisher nicht vorgesehen. „Der Verkehr wird vorrangig etappenweise mit halbseitigen Sperrungen und Baustellenampeln geregelt“, erklärt Laidig. Allerdings könne es für die Aufbringung des Endbelags auch zur Vollsperrung kommen. Was genau die Gemeinde plant, und was die Anwohner erwartet, soll am Mittwoch, 4. März, um 19.30 Uhr bei einer Bürgerinformation im Rathaus erläutert werden. Immerhin lässt sich die Kommune die Verbesserungen knapp 600 000 Euro kosten. Die Asphaltarbeiten werden vom Bund getragen.




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