Verkehr in Böblingen Der Elbenplatz ist in wenigen Tagen fertiggestellt

Stau vom Postplatz bis zum Listplatz: Mit dem Ende der Umbauarbeiten am Elbenplatz soll sich die Verkehrssituation in der Böblinger Innenstadt wieder entzerren. Foto: mis

Wenn alles glatt läuft, sind die Bauarbeiten am 9. August beendet. Dann wird der Verkehr am zentralen Knoten anders geführt.

Böblingen - Seit einigen Wochen zählt dieses Bild zum Böblinger Alltag: Vom Postplatz bis zum Listplatz reiht sich Auto an Auto, der Schlossbergring ist zugestaut, genervte Fahrzeuglenker bewegen sich im Schritttempo durch die Innenstadt und Händler klagen über ausbleibende Kundschaft.

 

Den Verkehr zum Erliegen bringt ein Verkehrszeichen, das an der Kreuzung bei der Bonifatiuskirche angebracht ist: Sackgasse steht dort, wo es normalerweise über die Stadtgrabenstraße hinunter an den Elbenplatz geht. Seit mehreren Woche ist diese Verbindung in die Unterstadt gesperrt. Ebenso gekappt ist die Verbindung zwischen Herrenberg Straße und Wolfgang-Brumme-Allee entlang von Volksbank und Kreissparkasse – eine zentrale Trasse in der Unterstadt. Notwendig geworden ist all dies, da der Elbenplatz seit über einem Jahr umgebaut wird. Die letzte Bauphase machte diese Sperrungen notwendig und hat zu den massivsten Behinderungen seit Baubeginn geführt.

Am Elbenplatz wird der Verkehr künftig anders geführt

Tiefbauamtsleiter Frank Bader wartet nun mit einer guten Nachricht auf: Der Elbenplatz ist so gut wie fertig gestellt. Kommt nichts mehr dazwischen, sind die Arbeiten am 9. August beendet. Für Verzug könnte nur noch das Wetter sorgen. Wie immer bilden die Markierungsarbeiten den Abschluss. Und die funktionieren nur, wenn es trocken ist.

Ab diesem Zeitpunkt gilt am Elbenplatz eine neue Verkehrsregelung. Wichtigste Änderung: Der Verkehrsknoten wird dann wieder über die Stadtgrabenstraße erreichbar sein, allerdings ist es den Verkehrsteilnehmern nur noch erlaubt, am Elbenplatz nach rechts abzubiegen. Eine direkte Verbindung Richtung Unterer See und Herrenberger Straße wird es nicht mehr geben. Die Stadtgrabenstraße soll dadurch vom Durchgangsverkehr befreit und zum verkehrsberuhigten Bereich werden. Nur noch Anlieger, Besucher der Geschäfte und Nutzer der Tiefgarage sollen diese Straße in Zukunft befahren.

In Zukunft kann der Schlossbergring weniger Verkehr aufnehmen

Wenn die Stadtgrabenstraße als Hauptverkehrsachse wegfällt, wird der Bereich um den Schlossberg rund zwanzig Prozent weniger Verkehr aufnehmen können. Dies haben Berechnungen der Stadt ergeben. Die Konsequenz ist, dass sich der Verkehr mehr auf die Sindelfinger Straße, die Liststraße und den Kreisel am Listplatz konzentrieren wird.

Der Durchgangsverkehr sollte die Innenstadt meiden

Frank Bader glaubt, dass die Straßen dies verkraften werden. Jedoch muss dann eines passieren: Mehr Autofahrer, die Böblingen nur durchqueren wollen, müssen in Zukunft die Innenstadt meiden. „Wir gehen davon aus, dass ein Teil der Verkehrsteilnehmer diesen Bereich in Zukunft großräumiger umfahren wird“, sagt Frank Bader.

Endgültige Entlastung bringt erst die „Querspange“

Eine endgültige Entlastung für den Schlossbergring wird es jedoch erst in einigen Jahren geben. Wenn die Autobahn zwischen Sindelfingen und Böblingen verbreitert ist, wird die Stadt die so genannte „Querspange“ bauen, die den Verkehr vom Osten der Stadt parallel zur Autobahn über das Flugfeld um das Zentrum herum führt. Dann besitzt Böblingen neben einer Ost- und Westumfahrung auch eine Nordumfahrung. Frank Bader rechnet für die Querspange mit einer Bauzeit von einem Jahr nach Fertigstellung der Autobahn. Diese ist für 2026 geplant.

Weitere Themen