VfB-Fanclubs Ehrgeizig und einmalig - die Stuttgarter Junxx

Von Henrik Lerch 

In einer Serie stellen wir einige offizielle Fanclubs des VfB Stuttgart vor. Heute: Die Stuttgarter Junxx.

Zum zweiten Mal waren die Stuttgarter Junxx in diesem Jahr bei der Parade zum Christopher Street Day dabei – erneut mit einem eigenen Lkw. Foto: Stuttgarter Junxx 13 Bilder
Zum zweiten Mal waren die Stuttgarter Junxx in diesem Jahr bei der Parade zum "Christopher Street Day" dabei – erneut mit einem eigenen Lkw.

Foto: Stuttgarter Junxx

Stuttgart - Neuer Start, neues Glück! In den ersten Wochen der Fußball-Bundesligasaison 2011/12 stellen wir einige offizielle Fanclubs des VfB Stuttgart vor. Diesmal: Die "Stuttgarter Junxx", der erste offizielle schwul-lesbische Fanclub des VfB

Wie alles begann

Exakt seit dem 24. Oktober 2004 gibt es den VfB-Fanclub Stuttgarter Junxx. Vorbild waren damals, vor inzwischen fast sieben Jahren, die Hertha-Junxx aus Berlin, der erste schwul-lesbische Fanclub Deutschlands. "Als ich früher ins Stadion gegangen bin, haben mich immer wieder die homophoben Sprechchöre gestört", erinnert sich Mark Friedrich, der Vorsitzende der Stuttgarter Junxx, "und ich dachte mir, dass ich bestimmt nicht der einzige Schwule bin, der zum VfB geht und sich darüber ärgert."

Also recherchierte Friedrich im Internet und stieß auf die Hertha-Junxx und auch die Dortmunder Rainbow-Borussen. Und mit denen nahm er Kontakt auf: "Sie haben mich ermuntert, auch in Stuttgart einen schwul-lesbischen Fanclub zu gründen." Nachdem er über ein schwules Netzwerk Kontakte zu anderen schwulen Fußballfans hergestellt und vier weitere VfB-Fans gefunden hatte, die einen Fanclub ins Leben rufen wollten, wurde er flugs gegründet.

Wie ist der Stand heute?

Die Stuttgarter Junxx können inzwischen 100 Mitglieder vorweisen - "und ich muss gestehen, dass ich zu Beginn nie damit gerechnet hätte, dass wir einmal eine dreistellige Mitgliederzahl erreichen", so Mark Friedrich. "Aber wir haben in den vergangenen Jahren nicht nur Respekt und Zustimmung erhalten, sondern auch die Unterstützung von vielen heterosexuellen Menschen, die mit ihrem Fanclubbeitritt ein Zeichen setzen wollten." Seit Oktober 2008 steht Friedrich dem Fanclub als Vorsitzender vor, Gründungsmitglied Markus Solander hatte damals nicht mehr für das Amt kandidiert.