VfB Stuttgart beim SC Freiburg Freiburg als Pflicht, Leverkusen als Kür

Steht sinnbildlich für die Entwicklung des VfB: Maximilian Mittelstädt. Foto: Baumann/Julia Rahn

Der VfB Stuttgart hat das Landesduell gegen den SC Freiburg mit 3:1 (2:1) für sich entschieden. Dass es in dieser Manier gewonnen wurde, hat viel mit einem Reifeprozess zu tun, den die Mannschaft durchlaufen hat, meint Philipp Maisel.

Sport: Philipp Maisel (pma)

Viel ist in dieser Saison bereits über die Resilienz, über die Widerstandsfähigkeit des VfB Stuttgart geschrieben worden. Nach dem 3:1-Sieg der Schwaben im Landesduell gegen den SC Freiburg ist es erneut angebracht. Schnell ging der VfB in Führung, die beiden Treffer schockten den Gegner und zogen der Heimkurve umgehend den Stecker. Die Rote Karte gegen den Youngster Mervin Röhl kam noch obendrauf. Doch statt dass dies dem Auswärtsteam Sicherheit und Souveränität gegeben hätte, war das Gegenteil der Fall. „Die Überzahl hat uns nicht gutgetan“, meinte hinterher Sportchef Fabian Wohlgemuth. Er war ob des Sieges wohl zu milde gestimmt, um mit der Mannschaft noch deutlicher ins Gericht zu gehen.

 

Es wäre zumindest im Ansatz angebracht gewesen. Denn der VfB ließ sich von Freiburgs ruppiger, hektischer Art und deren permanentem Lamento beeinflussen. Man könnte sogar so weit gehen zu sagen, die Breisgauer hatten es in die Köpfe der Schwaben geschafft. Ähnliche Situationen gab es in den vergangenen Jahren zuhauf und oftmals reichte es aus, dem Club aus Cannstatt so Punkte zu stehlen oder sogar richtig wehzutun. Nicht so an diesem Samstag. Die Mannschaft musste zwar ein Gegentor hinnehmen und hatte rund um den Pausenpfiff 25 nicht ganz so gute Minuten. Sie wankte. Aber sie fiel nicht.

Weil der VfB einen Reifeprozess durchlaufen hat. Und in dieser Saison gelernt hat, wie es sich anfühlt, Spiele über das Momentum an sich zu reißen. Sich nicht herumschubsen zu lassen, sondern das Geschehen zu diktieren. Das gelang ihnen auch in Südbaden wieder einmal und belegt eindrucksvoll, welche Entwicklung man genommen hat. Soweit die Pflicht. An diesem Dienstag wartet die Kür. Gelingt es der Mannschaft bei Bayer 04 Leverkusen, eine Leistung am Limit, vielleicht sogar darüber hinaus abzurufen, ist ein Einzug ins Pokalhalbfinale möglich.

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