VfB Stuttgart Bewegung bei Antonio Rüdiger

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Der FC Porto und der SSC Neapel haben Interesse an dem Nationalverteidiger des VfB, der wiederum Kalidou Koulibaly auf der Liste hat.

Antonio Rüdiger plant seinen Abgang beim VfB Stuttgart. Foto: dpa 12 Bilder
Antonio Rüdiger plant seinen Abgang beim VfB Stuttgart. Foto: dpa

Stuttgart - Es ist nicht gerade wenig, was Robin Dutt von dem Innenverteidiger erwartet, den er seit Wochen als Verstärkung für den VfB Stuttgart sucht. So sieht das Anforderungsprofil des Managers speziell diese Eigenschaften vor: kopfballstark, schnell, athletisch, zweikampfstark, taktisch gut geschult – und bezahlbar muss er auch noch sein. Nachdem er zuletzt zwei Absagen von Héctor Moreno (Espanyol Barcelona) und Davide Astori (Cagliari Calcio) kassierte, der jetzt lieber zum AC Florenz wechselt, beschäftigt sich Dutt aktuell mit einem weiteren Kandidaten: Kalidou Koulibaly vom SSC Neapel.

Allerdings dürfte auch dieser Transfer schwer zu realisieren sein, da der 24-jährige Junioren-Nationalspieler aus Frankreich kaum unter sechs Millionen Euro zu haben ist. Dieses Geld kann der VfB wohl nur aufbringen, wenn Antonio Rüdiger (22) verkauft wird, der nach seiner Knieoperation aber nach wie vor verletzt ist. Momentan ist er zur Reha in Donaustauf – und obwohl bis zu seiner Rückkehr ins Mannschaftstraining noch mindestens zwei (eher drei oder vier) Wochen vergehen werden, ist nun wieder Bewegung in die Sache gekommen. In Portugal heißt es, dass der FC Porto seine Fühler ausgestreckt habe und kurz davor sei, eine Ablöse von 15 Millionen Euro zu bieten. Entsprechende Signale sind in Stuttgart angekommen.

Robin Dutt will nicht irgendeinen Verteidiger holen

Außerdem soll der SSC Neapel an Rüdiger interessiert sein, verlautet aus Italien. Das wäre dann auch eine Hoffnung des VfB – ein Tauschgeschäft zwischen Koulibaly und Rüdiger mit einem schönen Gewinn in der Stuttgarter Kasse. Dass das nicht ausgeschlossen ist, hängt damit zusammen, dass Neapel für die Abwehr jetzt bereits den rumänischen Nationalspieler Vlad Chiriches unter Vertrag genommen hat – nicht gerade ein Vertrauensbeweis für Koulibaly, der in der vergangenen Saison 27 Einsätze für den SSC in der Serie A bestritt.

Aber neben dem finanziellen Aspekt gibt es ein zweites Problem für den VfB. Neapel qualifizierte sich als Tabellenfünfter für die Europa League. Diese internationale Perspektive kann Stuttgart nicht bieten. Dass Dutt dennoch in Größenordnungen von Moreno über Astori bis zu Koulibaly denkt, zeigt, dass er Qualität dazuholen will. Gelingt das nicht, kommt keiner mehr. Dann baut der VfB auf die vorhandenen Innenverteidiger, inklusive Adam Hlousek. Und Rüdiger ist ja auch da – noch.




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