VfB Stuttgart Daniel Didavi ist schockiert

Von  

In seinem letzten Spiel für Nürnberg verletzt er sich schwer und fällt für sechs Monate aus.

Daniel Didavi leidet an einem Knorpelschaden am linken Knie. Foto: dpa 9 Bilder
Daniel Didavi leidet an einem Knorpelschaden am linken Knie. Foto: dpa

Frickenhausen - Beim Freundschaftsspiel des VfB am Mittwoch in Frickenhausen (5:0) hat Daniel Didavi erstmals wieder im Kreise der Stuttgarter Kollegen vorbeigeschaut – doch richtig ansprechbar ist der offensive Mittelfeldspieler nicht gewesen. Schließlich endete das letzte Spiel Didavis für den 1. FC Nürnberg, eine Saisonabschlusspartie beim Dorfclub TSV 1862 Leutershausen, mit einem Schock: Der 22-Jährige hat sich schwer am Knie verletzt – und wird ein halbes Jahr lang ausfallen.

Nach Angaben der Nürnberger klagte Didavi während des Freundschaftsspiels beim bayerischen Kreisligisten über Schmerzen im linken Knie. Die näheren Untersuchungen ergaben eine Knorpelverletzung, so dass Didavi operiert werden muss. „Das ist sehr bitter für mich. So habe ich mir meine Rückkehr zum VfB nicht vorgestellt“, sagte der 22-Jährige, der bereits in der Vorrunde der abgelaufenen Bundesligasaison verletzt ausgefallen war – dann aber mit neun Toren, drei Vorlagen und teils brillanten Auftritten zur Führungsfigur bei den Nürnbergern avancierte.

„An unserer Position hat die Verletzung von Daniel nichts geändert. Wir wollen gerne mit ihm verlängern“, sagte der VfB-Manager Fredi Bobic, der mehrfach betont hatte, dass Didavi für die neue Saison nach Stuttgart zurückkehren werde. Und zwar trotz der Tatsache, dass der Nürtinger zunächst keinen Hehl daraus gemacht hatte, wie wohl er sich im Frankenland unter dem Trainer Dieter Hecking fühle. Durch die Verletzung sind die Würfel aber – mindestens für die nächste Saison – pro VfB gefallen.

Auch Schieber scheint in Stuttgart zu bleiben

Auch im Fall von Julian Schieber spricht nahezu alles für einen Verbleib in Stuttgart. Der VfB hat ihm vor zwei Wochen ein Angebot vorgelegt. Nun ist es an dem Stürmer, dieses anzunehmen. Dass die Unterschrift unter den neuen Kontrakt, der eine Verlängerung um drei Jahre von 2013 bis 2016 vorsieht, noch nicht erfolgt ist, liegt offenbar daran, dass Schieber gerne eine Ausstiegsklausel eingebaut hätte. Diese sähe vor, dass der 23-Jährige den Verein vorzeitig verlassen könnte, falls er nicht auf eine festgelegte Anzahl von Einsätzen käme.

Für vier beziehungsweise zwei Jahre haben sich unterdessen zwei 19-Jährige an den VfB gebunden: Jérôme Kiesewetter kommt von der zweiten Mannschaft der Berliner Hertha, Michael Vitzthum kommt vom Drittligisten SpVgg Unterhaching. Beide sollen zunächst im Drittligateam des VfB zum Einsatz kommen. „Jérôme trauen wir eine sehr gute Entwicklung zu“, sagte Fredi Bobic über Kiesewetter, dessen Lieblingsposition die rechte Außenbahn ist.

Michael Vitzthum hat als linker Verteidiger 47 Drittligaspiele für Unterhaching absolviert. „Michael hat das Talent, es in die Bundesliga zu schaffen“, sagte Bobic, der auch für die nächste Saison ohne den Mittelfeldspieler Patrick Funk plant. Funk, der bis 2014 an den VfB gebunden ist, hat eine in seinem Leihvertrag mit dem FC St. Pauli verankerte Option gezogen – und bleibt auch nächste Saison beim Zweitligisten. Der Außenspieler Alexander Riemann wird derweil für ein Jahr zum Zweitligaaufsteiger Sandhausen ausgeliehen.