VfB Stuttgart gegen 1. FC Heidenheim Warum die Plätze hinter den Trainerbänken frei blieben

Die Plätze in den ersten Reihen der neuen Haupttribüne blieben am Sonntag in der MHP-Arena vielfach frei. Foto: Pressefoto Baumann/Volker Müller

Leere Sitze auf der neuen Haupttribüne haben rund um das eigentlich ausverkaufte VfB-Heimspiel für fragende Blicke gesorgt. Zwei Gründe waren für die dünn besetzten ersten Reihen ausschlaggebend.

Sport: David Scheu (dsc)

Die Haupttribüne zog die Blicke auf sich: Erstmals seit fast zwei Jahren war der umgebaute Unterrang im Heimspiel des VfB Stuttgart gegen den 1. FC Heidenheim (3:3) am Sonntag wieder für das Publikum freigegeben, wodurch sich ein ganz neues Rundum-Bild ergab. Mit 60 000 Zuschauern in der MHP-Arena.

 

Eine Sache aber fiel auf und sorgte doch für den einen oder anderen fragenden Blick: In den ersten Reihen blieben auffallend viele Plätze leer. Womöglich aufgrund einer schlechten Sicht, da über die Trainerbänke hinweg nicht das gesamte Spielfeld einsehbar ist?

Nein, teilt der VfB auf Nachfrage mit – und nennt zwei Gründe für die leeren Sitze. Zum einen komme es gerade bei Partien zur Ferienzeit immer wieder vor, dass Sponsoren nicht sämtliche Plätze ihrer größeren VIP-Pakete abrufen. Diese Tickets kann der Verein dann aber auch nicht anderweitig verkaufen, da sie vor der Saison im Rahmen eines Pakets bereits erworben wurden. So lasse sich ein kleiner Teil der freien Plätze erklären.

Der Tunnelclub war am Sonntag noch nicht geöffnet

Der Hauptgrund aber war dem VfB zufolge ein anderer: Er hat mit den nach wie vor nicht ganz abgeschlossenen Baumaßnahmen zu tun: Der Tunnelclub – ein exklusiver neuer VIP-Bereich für ein besonderes zahlungskräftiges Publikum – war für die Partie gegen die Heidenheimer noch nicht zur Nutzung freigegeben. Die Tribünen-Sitzplätze für diese 200 Gäste befinden sich genau in der Mitte des Unterrangs und sollen die beste Sicht auf das Spielgeschehen garantieren.

Um eine Lücke hunderter leerer Plätze mitten auf der Tribüne zu vermeiden, entschloss man sich dazu, die Plätze für die Partie am Sonntag von oben nach unten zu befüllen. VIP-Ticketinhaber mit Plätzen direkt hinter der Trainerbank rückten so einige Reihen nach oben auf die Tunnelclub-Plätze und kamen in den Genuss einer noch besseren Übersicht über das Geschehen auf dem Rasen. Die untersten Plätze blieben dagegen frei.

Dieses Bild dürfte sich aber so schnell nicht wiederholen: Zum kommenden Heimspiel am 13. April gegen Eintracht Frankfurt (18.30 Uhr/Liveticker) soll der Tunnelclub bezugsfertig sein – wie übrigens auch die Kabinen und das Mediencenter, die sich allesamt in der gegen Heidenheim noch nicht geöffneten Ebene 0 befinden. Dann ist auch mit einer wirklich vollen Haupttribüne zu rechnen. Bis in die ersten Reihen.

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