VfB Stuttgart gegen FC Bayern München Ausrufezeichen zum Abschluss

Stolze Spieler nach einem furiosen Abschluss in München. Foto: dpa 23 Bilder
Stolze Spieler nach einem furiosen Abschluss in München. Foto: dpa

Der VfB Stuttgart beendet eine erfolgreiche Saison mit dem Überraschungscoup in München. Doch nun hat er die Last der Erwartungen zu tragen.

Sport: Carlos Ubina (cu)

München - Sagen wir es gleich und unverblümt: Der VfB Stuttgart hat in der Fußball-Bundesliga stark abgeschnitten. Überraschend stark sogar und zum Abschluss hat er ein Ausrufezeichen gesetzt, dass man bei den Schwaben nicht vergessen wird. 4:1 beim großen FC Bayern gewonnen!

Das bedeutet Tabellenplatz sieben und mit hervorragenden Aussichten auf die Europa League. Das ist schon was für einen Aufsteiger. Jedenfalls mehr als ihm die meisten Fachleute und Fans vor der Saison zugetraut hatten. Mit dem 13. Tabellenrang hatten die Verantwortlichen in ihren Kalkulationen gerechnet, und die Spieler waren eigentlich auf Abstiegskampf bis zum letzten Spieltag eingestellt. Weshalb sie wissen, dass diese Platzierung nicht nur mehr ist, als sie sich noch vor wenigen Wochen erhofft hatten, sondern auch mehr als tatsächlich fußballerisch in der Mannschaft steckt.

Unter Korkut kam Effektivität ins Spiel

Doch wie der Präsident Wolfgang Dietrich betont, lügt eine Tabelle nach 34 Spieltagen nicht. Und zur Wahrheit gehört, dass der VfB gerade in schwierigen Phasen die richtigen Schlüsse gezogen und die passenden Entscheidungen getroffen hat.

Michael Reschke für Jan Schindelmeiser als Sportchef kurz vor dem Saisonstart und Tayfun Korkut für Hannes Wolf als Trainer kurz nach der Winterpause – das waren die Umbesetzungen auf den Schlüsselpositionen an der Spitze einer Mannschaft, die vor allem eines ausgezeichnet hat: Zusammenhalt. Unter Korkut kam Effektivität dazu – und das Glück zurück.

Mit seiner zuletzt viel gelobten Siegermentalität hat der VfB künftig aber ein Päckchen zu tragen – die Last der Erwartungen. Denn in Stuttgart steigen die Ansprüche schnell. Und die Wirklichkeit kommt da nicht immer hinterher, wenn die Leute weiter ins Stadion strömen – um, erstens, die Stuttgarter siegen zu sehen; und, zweitens, sie auch nach Europa stürmen sehen zu wollen. Die Vereinsführung tritt deshalb schon jetzt ein wenig auf die Euphoriebremse. Ein Platz im Mittelfeld der Tabelle ist das neue Ziel. Vielleicht nicht besonders fantasievoll formuliert, aber dafür sehr realistisch.

VfB Stuttgart - Bundesliga

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