Abwehrspieler Timo Baumgartl hat am Freitag mit der Mannschaft trainiert, Trainer Wolf rechnet mit seinem Einsatz am Montag gegen Düsseldorf. Außenbahnspieler Josip Brekalo könnte in den Kader rücken.

Stuttgart - Das kurzfristig geholte Trio soll die Fußball-Profis des VfB Stuttgart nicht verunsichern, sondern stärken. So sieht es zumindest Trainer Hannes Wolf. „Wir dokumentieren damit das Vertrauen in die, die da sind“, sagte der 35-Jährige vor dem Zweitliga-Auftritt gegen Fortuna Düsseldorf am Montag (20.15 Uhr/Sport1 und Sky). „Wenn wir jetzt drei 26-Jährige geholt hätten, dann würden wir zeigen, dass wir mit den Jungs hier nicht zufrieden sind.“

Doch die Schwaben sicherten sich Talente, die den Konkurrenzdruck erhöhen, aber vor allem auch eine Perspektive bieten sollen: Josip Brekalo, 18 Jahre alt. Jérôme Onguéné gerade mal ein Jahr älter. Mit seinen 21 Jahren ist Ebenezer Ofori schon der älteste der drei Profis, die der VfB am letzten Tag der Transferperiode verpflichtet hatte. „Es sind Spieler mit Potenzial, die trotzdem wegen ihrer Qualität auch spielen können“, sagte Wolf. „Wir wollen hier keinen Jugendwahn. Wir haben viele Spieler, die schon Erfahrung haben. Gerade in die Struktur passen junge Spieler perfekt.“

Ankunft von Ofori noch ungewiss

Für das erste Heimspiel der Rückrunde hat der Coach noch keine Hauptrolle für die Neuen vorgesehen. Der aus Wolfsburg ausgeliehene Brekalo könnte zumindest in den Kader rücken, Verteidiger Onguéné eher nicht. „Josip kommt von der offensiven Position, da ist es einfacher“, sagte Wolf. „Hinten muss man noch mehr in die Abläufe rein.“ Wann der ghanaische Nationalspieler Ofori nach dem Halbfinal-Aus beim Afrika Cup in seiner neuen Wahlheimat ankommt, wusste Wolf am Freitagmittag noch nicht.

Erst am Dienstag waren die Verträge mit Brekalo, Onguéné und Ofori fix. Sie kamen als Neuzugänge zwei bis vier. Zuvor war der frühere Bayern-Profi Julian Green der einzige Neue. Dass das Gefüge der Mannschaft unter den Wechseln leidet, befürchtet Wolf nicht. „Die Jungs müssen sich auch selbst integrieren. Diese Offenheit, diese Neugier in die Gruppe einzubringen, erwarten wir auch in unterschiedlichen Sprachen von den Jungs, die jetzt gekommen sind“, sagte er.

Grgic als Alternative für Zimmermann

Schon vor den Transfers war der Stuttgarter Anspruch klar: die Rückkehr in die Fußball-Bundesliga. Auch Sportvorstand Jan Schindelmeiser hatte die drei Neuzugänge nicht als unbedingte Voraussetzung für den Aufstieg gesehen. „Es fühlt sich mit der Mannschaft einfach gut an, den Weg, den wir jetzt gehen“, sagte Wolf. Momentan lauern die Schwaben hinter Hannover 96 und Eintracht Braunschweig auf Rang drei.

Neuzugänge hin oder her, Timo Baumgartl hat seinen Stammplatz normalerweise sicher. Der Innenverteidiger soll auch nach seinen Adduktorenproblemen im Testspiel gegen die Stuttgarter Kickers (4:0) seine gewohnte Rolle einnehmen. Auch Torhüter Mitch Langerak soll trotz muskulärer Probleme rechtzeitig wieder fit sein. Matthias Zimmermann fällt aus. Eine Alternative dafür ist Anto Grgic.

Gegen Düsseldorf erwartet Wolf erneut ein Kampfspiel, wie schon beim etwas glücklichen 1:0 beim FC St. Pauli. Die Fortuna hatte zum Rückrundenauftakt 0:3 gegen den SV Sandhausen verloren und dümpelt unter dem erfahrenen Trainer Friedhelm Funkel in der Zweitliga-Tabelle mit zehn Punkten Rückstand auf den VfB im Mittelfeld herum. An das Hinspiel in Düsseldorf haben die Stuttgarter allerdings keine guten Erinnerungen. Die Schwaben mussten sich 0:1 geschlagen geben. Damals war allerdings noch einiges anders beim VfB. Und der Trainer hieß Jos Luhukay.

VfB Stuttgart - 2. Bundesliga

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