Der VfB Stuttgart setzt bei der Suche nach neuen Erlösquellen ab sofort auf eine weitere digitale Partnerschaft – und virtuelle Fanartikel.

Sport: Dirk Preiß (dip)

Tickets, Mitgliedsbeiträge, Merchandising, Sponsoren und Werbepartner – so in etwa sahen die Erlösmöglichkeiten des Profifußballs abseits von Transfersummen in der Vergangenheit aus. Die Zeiten haben sich längst verändert. Im Internet etwa ist auf den clubeigenen Kanälen die Reichweite eine Art Währung geworden. Und in der digitalen Welt scheint es auch in anderer Hinsicht Verdienstmöglichkeiten zu geben.

„Wir möchten das klassische Fußballerlebnis und Ideen aus der digitalen Welt zusammenbringen“, sagt nun daher Alexander Wehrle – zu einer neuen Partnerschaft, die der VfB und sein Vorstandsvorsitzender geschlossen haben. Mit dem Münchner Start-up-Unternehmen „The Football Company“.

Fantasy Football

Fans aus aller Welt können nun digitale Fanartikel erwerben, Avatare damit ausrüsten, damit an virtuellen Wettbewerben teilnehmen. Bei Gewinnspielen ist dann wiederum ein reales Stadionerlebnis als Preis möglich. Über „digitale und internationale Wege“ will der VfB so „junge Menschen erreichen und für den Club begeistern“. In der vergangenen Woche konnten virtuelle VfB-Trikots erstmals erworben werden. Laut einer Mitteilung des Clubs waren sie schnell vergriffen. Das alles spielt sich im so genannten Metaversum ab.

Der VfB ist beileibe nicht der erste Bundesligaclub, der mit „The Football Company“ zusammenarbeitet. Auch Hertha BSC und Borussia Dortmund sind unter anderem dabei. Zudem ist das Unternehmen der erste Partner im Bereich Fantasy Football des Deutschen Fußball-Bundes (DFB). Das entsprechende Produkt, mit dem nun auch die VfB-Partnerschaft besteht, ist „The Football Club“.

Das Start-up ist allein durch einen Teil seiner Investoren sehr gut im Fußballbusiness vernetzt. Dazu gehören unter anderem Nationalspieler Joshua Kimmich, die Brüder Niko und Robert Kovac sowie der ehemalige spanische Nationalspieler Cesc Fabregas.