VfB verliert Hinspiel gegen Holstein Kiel 0:1 Badstubers Aussetzer ist der Anfang vom Ende

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Wenn der VfB am Sonntag in Kiel antritt, hat Holger Badstuber gute Chance auf ein Comeback in der Startelf. An das Hinspiel gegen die Störche (0:1) hat der Ex-Nationalspieler derweil weniger gute Erinnerungen.

Holger Badstuber sieht im Hinspiel gegen Kiel in der 53. Minute die Gelb-Rote Karte – der Anfang vom Ende für den VfB. Foto: Baumann 9 Bilder
Holger Badstuber sieht im Hinspiel gegen Kiel in der 53. Minute die Gelb-Rote Karte – der Anfang vom Ende für den VfB. Foto: Baumann

Stuttgart - Da ein Unglück ja bekanntlich selten allein kommt, gehören die beiden Szenen aus der 53. und 55. Minute aus der Heimpartie des VfB Stuttgart gegen Holstein Kiel (0:1) weiterhin eindeutig zusammen. So war es Holger Badstuber, der dem Hinspiel gegen die Störche aus Kiel am 20. Oktober des Vorjahres seinen Stempel aufdrückte. Allerdings reichlich unfreiwillig. An diesem Sonntag (13.30 Uhr) tritt der VfB nun im Hohen Norden zum Rückspiel an.

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„Ihr habt kein Fingerspitzengefühl mehr. Ihr pfeift nur nach den Regeln. Ihr seid richtige Muschis geworden, Muschis!“, schimpfte der VfB-Innenverteidiger im vergangenen Herbst nach seiner Hinausstellung per Gelb-Roter Karte durch den Schiedsrichter Benedikt Kempkes in der 53. Spielminute. Zuvor hatte der bereits verwarnte Badstuber seinen Kieler Gegenspieler Janni Serra leicht getreten und stark am Trikot gezupft.

Das Außenmikrofon hört mit

Zu allem übel wurde die anschließende Schimpftirade des Spielers nah an der Seitenlinie von einem Außenmikrofon des TV-Senders Sky eingefangen. Eine Seltenheit, denn damals waren die Tribünen der Stadien ja noch voll. Badstuber bekam für seine Meckerei daher doppelten Ärger – wurde letztlich für zwei Spiele gesperrt.

„Ich möchte auf dem Platz meine Emotionen ausleben können. Vielleicht sollte man darüber nachdenken, die Mikrofone etwas weiter hinten aufzustellen“, sagte der Verteidiger des VfB nach seinem Verbal-Ausraster. Sein Verhalten sei „nicht okay“ gewesen, fand der Ex-Nationalspieler immerhin, erklärte aber: „Es sollte kein Risiko darstellen, wenn man auf dem Rasen seine Meinung sagt. Die Folge sind Spieler, die ständig die Hand vor dem Mund haben“, erklärte der 30-Jährige: „Ich möchte nicht immer auf dem Platz daran denken müssen, dass jedes Wort von mir aufgenommen und bewertet wird.“

Am Sonntag hört man jedes Wort

Sollte Badstuber an diesem Sonntag bei der Partie in Kiel wieder in die Startelf rücken, wofür nach der Niederlage in Wiesbaden einiges spricht, dann muss er sich aber umstellen: Immerhin wird auch im Kieler Stadion durch die leeren Ränge fast jedes Wort auf dem Platz zu hören sein.

Etwas gut zu machen hätte der Champions-League-Sieger von 2013 in jedem Fall. Schließlich war sein Platzverweis im Hinspiel für die Elf des längst entlassenen Trainers Tim Walter der Anfang vom Ende. In Unterzahl lief für den zunächst dominanten VfB gegen die Kieler nichts mehr zusammen, ehe dem Südkoreaner Jae-Sung Lee in der 55. Minute das goldene Tor der Partie zum 1:0-Sieg gelang.

Der große VfB war durch diese Niederlage endgültig aus der Spur geraten – und hat bis zum heutigen Tag nicht mehr zu der zu Saisonbeginn immerhin tabellarischen Souveränität zurückgefunden. Mehr noch: Geht auch das Rückspiel am Sonntag in Kiel verloren, dann gerät der Aufstieg der Stuttgarter in ernste Gefahr.

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