Vielfalt in Kinderbüchern Keine Fee sieht aus wie ich

Von Alena Hecker 

Ob Conni, Franz, Emil oder Laura: Die meisten Kinderbuch-Helden sind hellhäutig und leben in klassischen Familienmodellen. Dabei sieht die Wirklichkeit oft ganz anders aus.

Die Protagonisten in den üblichen  Kinderbüchern heißen Conni, Franz, Leonie und Laura. Foto: Collage Lisa Hofmann
Die Protagonisten in den üblichen Kinderbüchern heißen Conni, Franz, Leonie und Laura. Foto: Collage Lisa Hofmann

Stuttgart - Amani ist sechs Jahre alt. Sie geht gerne schwimmen und kommt bald in die Schule. Was ihr schon früh aufgefallen ist: dass ihr Vater eine dunkle Hautfarbe hat und ihre Mutter eine helle. „Mit zwei oder drei Jahren hat sie zum ersten Mal gesagt, dass sie so aussehen wolle wie ich und dass sie sich nicht schön finde“, erinnert sich Amanis Mutter. Darum war es ihr von Anfang an wichtig, mit ihrer Tochter Bücher anzuschauen, in denen sich Amani wiederfinden würde – und wurde immer wieder enttäuscht: „Man blättert so durch und guckt, was einem gefällt. Und wir haben nie ein Buch gefunden, wo mal ein schwarzes Kind die Hauptrolle gespielt hat.“