Volleyball 2. Bundesliga Pro Frauen Kampfansage beim Favoriten

Die Blaubären (Marie-Christin Werner) haben in Stralsund eine hohe Fehlerquote bei den Aufschlägen. Foto: Andreas Gorr

Die Binder Blaubären Flacht verlieren überraschend in Stralsund mit 1:3 Sätzen. In Hamburg klappen die Aufschläge wieder und das Team gewinnt – nicht minder überraschend – mit 3:2.

Mit 3:0 hatten die Binder Blaubären Flacht die Stralsunder Wildcats in der Vorrunde besiegt. Mit 0:3 hatten sie wiederum gegen ETV Hamburg verloren. Die Marschroute für die Rückspiele an diesem Wochenende war für die Frauen der 2. Volleyball Bundesliga Pro war somit klar. In Stralsund sollte ein Sieg her, in Hamburg wollte man sich bestmöglich verkaufen um zu schauen, was geht. Dass die Blaubären dann am Samstag in Stralsund eine 1:3-Niederlage einstecken mussten und am Sonntag in der Hansestadt ein 3:2-Sieg zu Buche stand, damit hatte selbst der Flachter Trainer Nico Reinecke nicht gerechnet. „In Stralsund hätten wir es wuppen können, nach der Niederlage hat meine Mannschaft dann eine gute Reaktion in Hamburg gezeigt“, sagte er nach dem Sieg mit heißerer Stimme.

 

Die Schwachstelle ist schnell ausgemacht

Die Schwachstelle im Stralsund-Spiel war schnell ausgemacht. Laut Statistik hätte seine Mannschaft auch hier als Sieger vom Platz gehen müssen. „Wir waren im Angriff besser, in der Annahme gleich gut, nur im Aufschlag waren wir richtig schlecht, haben in einem Vier-Satz-Spiel 25 Fehler gemacht“, sagte Reinecke, der noch im Training dieses Element trainiert hatte. „Da sind wir Weltmeister drin, doch auf dem Spielfeld kommt wohl die mentale Komponente hinzu.“ Gleich der erste Punkt der Partie ging an die Blaubären, dann spielte sich Stralsund eine 16:9-Führung heraus. Die Flachter Mannschaft kämpfte sich mit einer Fünf-Punkte-Serie auf 19:18 heran. Die Gastgeberinnen behielten die Ruhe und sicherten sich den ersten Satz mit 25:22. Im zweiten Satz hatten die Gäste mit einem 20:25 das Nachsehen. Im dritten Durchgang bauten sie dann mächtig Druck auf, vor allem bei ihren Angriffen. Diese Runde ging somit verdient mit einem 25:17-Sieg an die Flachter Frauen, die somit die Partie wieder offen hielten. Im vierten Durchgang war bei Stralsund wieder mehr Sicherheit und Vertrauen spürbar. Sie lieferten eine Aufschlagserie mit acht Punkten ab und stellten damit die Weichen auf ihren 25:21-Gewinn. Die Binder Blaubären mussten sich damit in ihrem ersten Spiel an diesem Wochenende mit 1:3 geschlagen geben.

Die Reise ging weiter nach Hamburg. „Nach dieser Niederlage war das nicht leicht“, sagte Nico Reinecke. Aus dem „schauen, was geht“ wurde dann aber eine klare Kampfansage. Der erste Satz ging noch mit 25:21 an die Hamburgerinnen. Die nächsten beiden Runden gewannen die Flachter Frauen mit 25:21 und 25:20. „Dieses mal hat auch der Aufschlag geklappt“, meinte Reinecke erleichtert. Mit einem gewonnenen vierten Satz (25:15) erzwangen die Gastgeberinnen den Tiebreak, in dem sich Flacht den 15:13-Sieg erkämpfte.

Hospitanz in der 1. Bundesliga

Während Nico Reinecke noch eine Nacht bei seinem Bruder in Hamburg verbrachte und dann für eine Hospitanz bei Bundesliga-Trainer Felix Koslowski nach Schwerin weiterzog, führen die Spielerinnen im Bus zurück in die Heimat. „Ich hoffe, sie haben noch richtig gefeiert“, sagte Reinecke.

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