Von Stuttgart bis Fellbach Nach riskanter Verfolgungsjagd gegen Baum gefahren

Von aim 

Bei einer Polizeikontrolle in Bad Cannstatt hat ein Autofahrer kurzerhand die Flucht ergriffen und ist letztlich im Rems-Murr-Kreis gegen einen Baum gefahren. Als die Polizei seinen Passat durchsucht, wird klar, warum der Mann geflüchtet ist.

Die Fahrt eines 43-Jährigen endete an einem Baum in Kernen im Remstal. Foto: 7aktuell.de/ Lermer 5 Bilder
Die Fahrt eines 43-Jährigen endete an einem Baum in Kernen im Remstal. Foto: 7aktuell.de/ Lermer

Kernen im Remstal - Die Polizei hat am Sonntagabend einen VW Passat verfolgt, der vor einer Kontrolle geflüchtet ist. Letztlich krachte der Autofahrer frontal gegen einen Baum.

Die Beamten wollten das Auto bei der Wilhelmsbrücke in Stuttgart-Bad Cannstatt anhalten, weil der Fahrer offenbar keinen Sicherheitsgurt angelegt hatte. Doch anstatt anzuhalten, missachtete der 43-Jährige mehrere Haltezeichen der Polizei und fuhr in Richtung Rosensteinbrücke weiter. Bei der Badstraße soll er plötzlich gewendet und seinen Beifahrer aus dem Wagen geschmissen haben. Dann raste er laut Polizeimeldung davon. Der 26-Jährige Beifahrer flüchtete zu Fuß und konnte später von der Polizei in Gewahrsam genommen werden.

Polizei verfolgt Raser

Währenddessen nahm eine Streife die Verfolgung des Passat auf. Er setzte seine Fahrt in Richtung Karl-König-Straße fort, wendete dort verkehrswidrig und fuhr letztlich in Richtung Fellbach. Er soll mit nahezu 200 Kilometern pro Stunde über die Bundesstraße gerauscht sein, bis er an der Abfahrt Beinstein in Richtung Landhauskreuzung abbog. Im weiteren Verlauf soll er über einen Kreisverkehr gedriftet und auf dem Radweg weiter gefahren sein. Wieder auf der Fahrbahn angekommen, bog er in einem riskanten Manöver auf die Stettener Straße ein. Dann verlor er laut Polizeimeldung die Kontrolle über sein Fahrzeug.

Der Passat kam nach rechts von der Fahrbahn ab und prallte gegen einen Baum in Kernen (Rems-Murr-Kreis). Sowohl der Autofahrer, als auch sein 47-Jähriger Beifahrer trugen leichte Verletzungen davon. Beide wurden in ein Krankenhaus gebracht.

Gestohlene Kennzeichen und Alkoholeinfluss

Bei den Ermittlungen stellte sich heraus, warum der 43-Jährige so riskant geflüchtet war: Sowohl die am Auto angebrachten, als auch ein im Auto gelagertes Kennzeichen sollen in Stuttgart gestohlen worden sein. Darüber hinaus war der Fahrer offenbar alkoholisiert. Ob er vor der Fahrt auch Drogen konsumiert hat, soll nun in einer Blutuntersuchung festgestellt werden. Nach ersten Maßnahmen wurden die beiden Männer wieder auf freien Fuß gesetzt. Weitere Ermittlungen dauern an. Verkehrsteilnehmer, die bei der Verfolgungsfahrt von dem Fahrer des VW Passats gefährdet oder geschädigt wurden, mögen sich unter der Telefonnummer 0711/57720 bei der Polizei melden.