Vor der Küste Sardiniens Leiche von „Playboy“-Model trieb nackt im Meer

Von red/AFP 

Der Fall wirft Fragen auf: Die Leiche eines russischen Models wurde in der Nähe eines nicht für die Öffentlichkeit zugänglichen Nato-Stützpunkts entdeckt. Die italienische Justiz habe Ermittlungen eingeleitet.

Vor der Küste Sardiniens wurde eine Leiche gefunden (Archivbild). Foto: dpa/Sven Hoppe
Vor der Küste Sardiniens wurde eine Leiche gefunden (Archivbild). Foto: dpa/Sven Hoppe

Rom - Vor der Küste Sardiniens ist die nackte Leiche eines russischen „Playboy“-Models gefunden worden. Die italienische Justiz habe Ermittlungen eingeleitet, sagte Enrico Lussu, Staatsanwalt von Cagliari, der Nachrichtenagentur AFP am Donnerstag. Die Leiche der 35-jährigen Galina Fedorowa war am Samstag vor der Südküste der Insel aus dem Meer geborgen worden. Ersten Erkenntnissen zufolge sei die junge Frau ertrunken, sagte Lussu.

Auf den Titelseiten großer Männermagazine

Laut italienischen Medienberichten war Fedorowa, die regelmäßig auf den Titelseiten großer Männermagazine wie „Penthouse“ und „Playboy“ zu sehen war, mit dem russisch-britischen Fotografen Gerenius Tawarow zu einem Schlauchboot-Ausflug aufgebrochen. Sie seien ins Meer gesprungen, um sich abzukühlen, berichtete Tawarow der Tageszeitung „L’Unione Sarda“. Dabei habe sich der Anker gelöst und das Schlauchboot sei abgetrieben. Dem Fotografen gelang es nach eigenen Angaben, ans Ufer zu schwimmen, Fedorowa blieb hingegen zurück. Laut dem Medienbericht wird wegen fahrlässiger Tötung ermittelt. 

Der Fall wirft Fragen auf

Die Staatsanwaltschaft beschlagnahmte Handys, einen Fotoapparat, einen Laptop und eine Drohne, die sich im Boot befanden. Auch mehrere Flaschen hochprozentigen Alkohols wurden laut Lussu gefunden. Das Schlauchboot wies demnach Spuren eines Aufpralls auf, die möglicherweise von einem Zusammenstoß mit einem Riff oder einem anderen Boot stammen.

Der Fall wirft laut der Zeitung „Corriere della Sera“ auch aufgrund des Fundorts der Leiche und der russischen Herkunft des Models Fragen auf: Fedorowa wurde in der Nähe eines nicht für die Öffentlichkeit zugänglichen Nato-Stützpunkts entdeckt. 




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