Vor der Küste von Texas Hurrikan „Harvey“ gewinnt an Kraft

Von red/AP 

Die Vorboten von Hurrikan „Harvey“ haben die Küste von Texas schon erreicht. Aber auch im Landesinneren könnte der Sturm der gefährlichen Kategorie drei für Verwüstungen sorgen. Das Hurrikan-Zentrum in Miami warnt vor einem lebensgefährlichen Sturm mit katastrophalen Auswirkungen.

Hurrikan „Harvey“ sorgt an der texanischen Küste bereits für steigende Wasserpegel. Foto: GETTY IMAGES NORTH AMERICA
Hurrikan „Harvey“ sorgt an der texanischen Küste bereits für steigende Wasserpegel. Foto: GETTY IMAGES NORTH AMERICA

Corpus Christi - Hurrikan „Harvey“ hat auf seinem Weg Richtung Texas weiter an Kraft gewonnen. Er wurde am Freitag zu einem gefährlichen Sturm der Kategorie drei hochgestuft. Das Nationale Hurrikan-Zentrum in Miami warnte die Bewohner der Region vor katastrophalen Folgen, wenn der Sturm in der Nacht zum Samstag (Ortszeit) auf Land trifft. „Wir hoffe, sie realisieren, dass sie das umbringen kann“, sagte Meteorologe Dennis Felgten.

Die Ausläufer des Hurrikans sorgten am Freitagnachmittag bereits für steigende Wasserpegel. Der Wind blies mit der Kraft eines Tropensturms. Das Hurrikan-Zentrum warnte, dass damit die Zeit für Vorbereitungen im Freien abgelaufen sei. „Sie müssen einen sicheren Ort finden und dort bleiben.“

Es wird damit gerechnet, dass „Harvey“ Sturmfluten und massive Überschwemmungen mit sich bringt, möglicherweise sogar in Gebieten bis zu 160 Kilometer im Landesinneren.

Gouverneur warnt vor „sehr großer Naturkatastrophe“

Der Gouverneur von Texas, Greg Abbott, warnte seine Landsleute vor „einer sehr großen Naturkatastrophe“. Er habe Präsident Donald Trump gebeten, den Notstand auszurufen, um so Bundesmittel für die Katastrophenhilfe freizumachen.

Am Freitagnachmittag (Ortszeit) zog „Harvey“ mit Windgeschwindigkeiten von mehr als 190 Kilometern pro Stunde langsam auf Texas zu. Das warme Wasser im Golf von Mexiko dürfte ihm weitere Kraft verleihen, bevor er zwischen den Orten Port O’Connor und Matagorda Bay südwestlich von Houston Land erreicht.

Dort bauten Bewohner Sandwälle und verbarrikadierten ihre Fenster. Viele deckten sich für die kommenden Tage mit Benzin und Proviant ein.

„Harvey“ ist der erste Hurrikan der Stufe drei seit „Wilma“ im Oktober 2005, der auf das US-Festland trifft. Supersturm „Sandy“, der 2012 New York und New Jersey heimsuchte, war weniger stark und auch nicht mehr als Hurrikan eingestuft, als er die Küste erreichte. Dennoch richtete er großflächige Verwüstungen an.




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