Vor Spiel gegen VfB Stuttgart TV-Moderator Jörg Wontorra will Posten bei Werder Bremen

Übt Kritik an Werder Bremen: TV-Moderator Jörg Wontorra Foto: dpa/Tobias Hase
Übt Kritik an Werder Bremen: TV-Moderator Jörg Wontorra Foto: dpa/Tobias Hase

Vor dem Spiel gegen den VfB Stuttgart bringt sich TV-Moderator Jörg Wontorra bei Werder Bremen ins Gespräch. Der 72-Jährige möchte zurück in den Aufsichtsrat.

Bremen - TV-Moderator Jörg Wontorra (72) will zurück in den Aufsichtsrat beim Fußball-Bundesligisten Werder Bremen und hat die Klubführung der Hanseaten scharf kritisiert. „Ich mache mir große Sorgen um Werder“, sagte Wontorra dem Onlineportal Deichstube: „Es gibt überhaupt keine Innovationen und Visionen mehr. Es wird überhaupt nicht nach vorne geguckt, sondern nur verwaltet.“ 

Bei Werder würden viele „in ihrer Komfortzone“ sitzen und „nur ihren Status verteidigen“ wollen, sagte Wontorra, der bereits zwischen 1999 und 2003 im obersten Kontrollgremium der Grün-Weißen saß: „Sie sind damit zufrieden, nur irgendwie in der Bundesliga zu bleiben. Die Geschäftsführung ist nicht optimal aufgestellt. Da fehlt es an Kompetenz.“ 

Scharfe Kritik an Werder Bremen

Wontorra fühle sich „sehr geehrt, dass Vertreter von mehreren Werder-Fan-Gruppierungen, die sich zusammengeschlossen haben, an mich herangetreten sind und mich gebeten haben, für den Aufsichtsrat zu kandidieren“, sagte er. Nachdem die eigentlich für Mitte November geplante Mitgliederversammlung wegen der Coronavirus-Pandemie verschoben werden musste, werden die Wahlen nicht vor April stattfinden. „Werder Bremen war mal der zweitbeste Klub in Deutschland. Jetzt gehören wir nur noch in die Kategorie Mainz, Augsburg oder Freiburg“, sagte Wontorra: „Damit darf man sich nicht zufriedengeben.“

Nach dem nur über die Relegation geschafften Klassenerhalt in der Vorsaison ist rund um Werder zuletzt eine Art Machtkampf ausgebrochen. Sportchef Frank Baumann (45) wies daraufhin, dass Wontorra „nullkommanull“ Einblick in die Arbeit bei Werder habe, daher könne er die „Kritik so nicht stehen lassen“, sie sei „an der Haaren herbeigezogen“. Wenn sich Wontorra zuletzt „bei mir gemeldet hat, ging es um Freikarten für den VIP-Bereich“.




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