Vorhofflimmern, Kammerflimmern und Co. Müssen Patienten mit Herzrhythmusstörungen auf ihre Ernährung achten?

Von Regine Warth 

7. Brokkoli und Mandeln auf den Speiseplan setzen

Gesunde Ernährung ist bei Herzleiden wichtig. Foto: dpa-Zentralbild
Kalium und Magnesium – diese beiden Mineralstoffe sind bei Herzrhythmusstörungen wichtig. Denn sie stabilisieren insbesondere die Herzmuskelzellen, die für die rhythmische Aktivierung des Pumporgans zuständig sind. Sprich: Fehlt es an den Mineralien, führt das dazu, dass die Muskelzellen empfindlicher werden, verstärkt Impulse abgeben und das Herz prompt zu Extraschlägen verleiten. Extremer Magnesiummangel kann sogar das lebensbedrohliche Kammerflimmern begünstigen. Weshalb Kardiologen wie der Chefarzt Udo Sechtem vom Robert-Bosch-Krankenhaus Patienten mit Herzrhythmusstörungen durchaus zu einer kaliumreichen Ernährung raten. Einen besonders hohen Gehalt an Kalium haben beispielsweie Trockenfrüchte, Nüsse und Hülsenfrüchte aber auch Kartoffeln und Brokkoli. Wenn eine normale Ernährung nicht ausreicht, um einen Kalium- oder Magneisummangel abzudecken – etwa wenn Betroffene an einer Nierenfunktionsstörung , Durchfallerkrankungen, Diabetes oder Gallenwegserkrankung leidet oder Entwässerungsmittel nehmen muss – können auch Nahrungsergänzungsmittel sinnvoll sein. „Bevor diese eingenommern werden, sollte man dies mit seinem Kardiologen besprechen“, sagt Sechtem. Ins Blaue hinein sollten die beiden Mineralien jedenfalls nicht eingenommen werden.