Vorwürfe gegen die ARD-„Tagesschau“ SWR-Intendant Kai Gniffke kritisiert Hans-Georg Maaßen

Kai Gniffke  hat sich in seinem Intendantenblog zu den   Vorwürfe von Hans-Georg Maaßen  geäußert. (Archivbild) Foto: dpa/Christoph Schmidt
Kai Gniffke hat sich in seinem Intendantenblog zu den Vorwürfe von Hans-Georg Maaßen geäußert. (Archivbild) Foto: dpa/Christoph Schmidt

Nach den Vorwürfen gegen die ARD-„Tagesschau“ von Hans-Georg Maaßen hat sich nun SWR-Intendant Kai Gniffke geäußert und die Behauptungen zurückgewiesen. Der Ex-Verfassungsschutzchef hatte zuvor den öffentlich-rechtlichen Medien einen „klaren Linksdrall“ attestiert.

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Stuttgart - SWR-Intendant Kai Gniffke hat die Vorwürfe des Thüringer CDU-Bundestagskandidaten Hans-Georg Maaßen gegen die ARD-„Tagesschau“ zurückgewiesen. In seinem Intendantenblog kritisierte Gniffke am Montag vor allem Maaßens Forderung, angebliche Verbindungen von „Tagesschau“-Mitarbeitern in die linksextreme Szene und die charakterliche Eignung der Betreffenden zu untersuchen: „Ein Gesinnungstest für Jens Riewa, Judith Rakers und Co.? Soll ich als Intendant allen Ernstes bei Bewerbungen erstmal fragen, was die Menschen denken?“

Gniffke, der bis 2019 Chefredakteur von ARD-aktuell war, ergänzte: „Vielleicht sollte Hans-Georg Maaßen mal die Menschen in seinem Wahlkreis in Thüringen fragen, welche Erfahrungen sie im Laufe ihres Lebens mit dieser Praxis gemacht haben.“ Der öffentlich-rechtliche Rundfunk habe die Aufgabe, Journalismus unabhängig von politischen und wirtschaftlichen Interessen sicherzustellen.

Ex-Verfassungsschutzchef Maaßen hatte im Sender tv.berlin den öffentlich-rechtlichen Medien einen „klaren Linksdrall“ attestiert. Er sprach von Verbindungen von NDR-Mitarbeitern in die linksextreme Szene und brachte einen „NDR-Untersuchungsausschuss“ ins Gespräch. Am Sonntagabend schrieb Maaßen nach massiver Kritik von Grünen und SPD auf Twitter, er kritisiere tendenziöse Berichterstattung, auch das gehöre zur Meinungsfreiheit. „Klar ist aber: Eine „Gesinnungskontrolle“ journalistischer Arbeit durch die Politik darf es nicht geben.“




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