Wahl beim Zweiten Deutschen Fernsehen Norbert Himmler zum neuen ZDF-Intendanten gewählt

Tina Hassel (links) hatte überraschend zurückgezogen und damit den Weg frei für Norbert Himmler gemacht. Foto: dpa/Christoph Soeder
Tina Hassel (links) hatte überraschend zurückgezogen und damit den Weg frei für Norbert Himmler gemacht. Foto: dpa/Christoph Soeder

Der Chefposten beim ZDF wird 2022 neu besetzt. Mit Norbert Himmler kommt ein Mann an die Spitze, der in dem Sender eine Karriere bis ganz nach oben gemacht hat. Zuletzt hatte seine Gegenkandidatin überraschend den Weg frei für ihn gemacht.

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Mainz - ZDF-Programmchef Norbert Himmler wird neuer Intendant des Zweiten Deutschen Fernsehens. Der Fernsehrat des öffentlich-rechtlichen Senders stimmte am Freitag in Mainz im dritten Wahlgang mit der erforderlichen Mehrheit für den 50-Jährigen als Nachfolger von Thomas Bellut (66), der nicht mehr für eine weitere Amtszeit kandidiert hatte und im März 2022 aufhört.

Himmlers einzige Gegenkandidatin, ARD-Hauptstadtstudioleiterin Tina Hassel, hatte nach zwei Wahlgängen ohne eine klare Entscheidung ihre Bewerbung am Freitag zurückgezogen. Hassel betonte: „Ich möchte im Sinne des öffentlich-rechtlichen Rundfunks und eines starken ZDFs, dass aus einer kleinen Mehrheit eine große Mehrheit wird.“

Für die Wahl war eine Mehrheit von drei Fünfteln im 60-köpfigen ZDF-Fernsehrat erforderlich, das entspricht mindestens 36 Stimmen. Auf diese Mehrheit waren zuvor in zwei Anläufen weder Himmler noch Hassel gekommen. Im dritten Wahlgang ohne Gegenkandidat kam Himmler auf 57 Ja-Stimmen, außerdem gab es eine Nein-Stimme und zwei Enthaltungen.

Himmler sein gesamtes Berufsleben beim ZDF

Himmler hat sein gesamtes Berufsleben lang in unterschiedlichen Funktionen beim ZDF gerarbeitet und kennt das Haus gut. Als Programmdirektor besetzte er in den vergangenen Jahren eine Schlüsselposition bei der Entwicklung des öffentlichen-rechtlichen Senders. Das ZDF ist seit Jahren quotenstärkster Sender in Deutschland.

Der gebürtige Mainzer Himmler startete nach einem Studium der Germanistik und Politikwissenschaft an der Johannes Gutenberg-Universität in Mainz sowie einer Promotion in München Ende der 1990er Jahre als freier Mitarbeiter in der „heute“-Redaktion des ZDF. Anschließend volontierte er bei dem Sender. Nach ersten Stationen wurde er 2002 Programmreferent des ZDF-Chefredakteurs und 2008 Leiter des Programmbereichs „Spielfilm“ im ZDF. Danach besetzte er weitere wichtige Posten im Spielfilmbereich, bis er Programmdirektor wurde.




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