Wahl in der Region Die Grünen triumphieren in der Landeshauptstadt

Von Thomas Borgmann,  

Die Grünen sind in Stuttgart die stärkste Kraft. In den Kreisen setzen sich hingegen die CDU-Bewerber durch, die Grünen liegen vor der SPD.

Grund zum Feiern: die Grünen-Politiker Werner Wölfle und Muhterem Aras. Foto: dpa
Grund zum Feiern: die Grünen-Politiker Werner Wölfle und Muhterem Aras. Foto: dpa

Stuttgart - Die Grünen haben bei der Landtagswahl in Stuttgart die Sensation geschafft: Muhterem Aras holte in der Innenstadt mit 42,5 Prozent der Stimmen das Direktmandat, ihr Parteifreund Werner Wölfle schaffte das Gleiche mit 34,2 Prozent im Filderwahlkreis, Brigitte Lösch setzte sich mit 32,3 Prozent im Wahlkreis Bad Cannstatt/Neckarvororte durch. Im Norden schaffte es der Grünen-Abgeordnete Franz Untersteller über die Zweitauszählung in den Landtag. Sein Direktmandat konnte nur der CDU-Abgeordnete Reinhard Löffler im Stuttgarter Norden mit 34,2 Prozent verteidigen. Die Wahlbeteiligung, vor fünf Jahren noch bei 57,0 Prozent, schnellte an diesem Sonntag auf 73,1 Prozent - der höchste Wert seit 1992.

Insgesamt kamen die Grünen in der Landeshauptstadt auf 34,5 Prozent und wurden damit zum zweiten Mal nach der Kommunalwahl 2009 stärkste politische Kraft. Die CDU erzielte 31,5 Prozent, die SPD 20,4 Prozent, die FDP 6,1 Prozent - alle drei mussten deutliche Verluste hinnehmen. Die Linke kam nur auf 3,4 Prozent. Stuttgart ist im neuen Landtag nur mit fünf (bisher sieben) Abgeordneten vertreten.

Dagegen kommen aus den Kreisen der Region Stuttgart künftig 33 Abgeordnete (bisher 31) . In allen 13 Wahlkreisen setzten sich die CDU-Bewerber durch, weitere 20 Kandidaten holten Zweitmandate. Die Grünen eroberten zehn Sitze, die SPD acht. Die SPD-Abgeordneten Wolfgang Stehmer (Vaihingen), Sabine Fohler (Kirchheim) und Tobias Brenner (Leonberg) wurden nicht wiedergewählt. Bei der FDP setzten sich nur zwei Bewerber aus dem Remstal durch: Spitzenkandidat Ulrich Goll (Waiblingen) und Jochen Haußmann (Schorndorf). Die langjährige Parlamentarierin Heiderose Berroth (Leonberg) schaffte den Wiedereinzug nicht.

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