Wahl in Köngen Tim Stober will Bürgermeister werden

Wer folgt Otto Ruppaner auf dem Chefsessel des Köngener Rathauses nach? Foto: Ines Rudel

Das Kandidatenkarussell in Köngen nimmt Fahrt auf. Inzwischen sind fünf Bewerbungen eingegangen.

Tim Stober hat seinen Hut für die Bürgermeisterwahl in Köngen am 21. April in den Ring geworfen. Laut Köngens Hauptamtsleiter Gerald Stoll sind bislang fünf Bewerbungen im Rathaus eingegangen. Zwei der Kandidaten haben sich allerdings noch nicht geoutet. Neben dem Köngener Stober haben indes bereits der junge Oberboihinger Marcel Sersch sowie Michael Reichenäcker aus Unterensingen ihr Interesse an der Nachfolge von Otto Ruppaner, der mittlerweile als Oberbürgermeister nach Leinfelden-Echterdingen gewechselt ist, bekundet. Die Amtsgeschäfte in Köngen führt aktuell die stellvertretende Bürgermeisterin Johanna Fallscheer kommissarisch. Mögliche Kandidaten für den Köngener Chefsessel können noch bis zum 25. März um 18 Uhr ihre Bewerbung im Rathaus abgeben. Danach tagt der Gemeindewahlausschuss und beurteilt, welche Bewerbungen zugelassen werden. Auch eine öffentliche Kandidatenvorstellung im April ist geplant.

 

Tim Stober bewirbt sich. Foto: privat

Tim Stober (45) wohnt seit zehn Jahren wieder in Köngen, wo er bereits bis 2004 ansässig war. Ursprünglich stammt Stober aus Plochingen. Der Hundebesitzer ist gut vernetzt, er engagiert sich seit vielen Jahren leidenschaftlich für den „Köngener Verein gegen unterdrückte Lebensfreude“. Der zweifache Familienvater absolviert derzeit eine Ausbildung zum Erzieher an einer Brennpunktschule in Stuttgart. „Im Mai gebe ich meine Abschlussarbeit ab, danach könnte ich in Köngen zeitnah starten“, sagt er.

Berufserfahrung bringt Stober reichlich mit: Vor dem Start der Erzieherausbildung machte er eine Lehre als Fliesenleger und eine Ausbildung zum Industriekaufmann – in beiden Jobs hat er auch gearbeitet. Obendrein hat er einen Meisterbrief in Lagerwirtschaft in der Tasche. An Köngen schätzt er besonders das gute soziale Miteinander: „So ein Netz wie hier gibt es sonst selten.“ Nicht ohne Grund, sei er zwei Mal in die Gemeinde umgezogen. Seine verschiedenen Ausbildungen sieht Stober als großen Vorteil: „Das bringt neue Ideen und Schwung in die Amtsgeschäfte.“ Verwaltungserfahrung bringe er zwar keine mit, Stober ist aber sicher, sich das schnell aneignen zu können: „Schließlich ist noch kein Bürgermeister vom Himmel gefallen.“ Wichtig ist ihm unter anderem, dass der Köngener Nachwuchs die besten Voraussetzungen findet. Wer Tim Stober kennenlernen will, kann das an diesem Samstag von 8 bis 12 Uhr auf dem Wochenmarkt tun – dort ist der Köngener mit einem Infostand vertreten.

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