OB-Wahl in Leinfelden-Echterdingen Otto Ruppaner will Oberbürgermeister werden
Der 40-Jährige ist Bürgermeister in Köngen und will nun die Nachfolge von Roland Klenk antreten.
Der 40-Jährige ist Bürgermeister in Köngen und will nun die Nachfolge von Roland Klenk antreten.
Der Name war in den vergangenen Wochen schon hier und da gefallen, wenn es darum geht, wer Roland Klenk in seinem Amt als Oberbürgermeister von Leinfelden-Echterdingen beerben wird. Nun hat Otto Ruppaner seine Kandidatur offiziell verkündet – zu einem überraschend frühen Zeitpunkt. Dazu habe er sich bewusst entschieden, schreibt er in einer Mitteilung an die Presse. Weiter steht dort: „Leinfelden-Echterdingen nehme ich als eine lebendige und reizvolle Stadt inmitten der starken Region Stuttgart wahr. Reges Vereinsleben, ein breites kulturelles Angebot und eine pulsierende Wirtschaft: Hier möchte ich mich mit meinen Kompetenzen einbringen und mit den Bürgerinnen und Bürgern innovative Ideen und nachhaltige Projekte weiterentwickeln.“
Der 40-Jährige ist seit 2014 Bürgermeister der Gemeinde Köngen. 2022 wurde er mit 97,71 Prozent der Stimmen wiedergewählt. In die Waagschale kann der Verwaltungswirt zudem die Expertise als ehemaliger Stadtkämmerer und Wirtschaftsförderer der Stadt Dornhan, seine Erfahrungen als Freie-Wähler-Kreisrat in Esslingen und als Vorstandsmitglied verschiedener Stiftungen und Organisationen werfen. Ruppaner hat an der Hochschule für Öffentliche Verwaltung in Kehl studiert. Er ist verheiratet und hat zwei Kinder.
Als Parteiloser wolle er „ein Bürgermeister für alle Bürgerinnen und Bürger der Stadt Leinfelden-Echterdingen mit ihren Stadtteilen sein“, schreibt Ruppaner. In der Kommunalpolitik gehe es ihm vor allem um die besten Ideen und die ziel- und sachorientierte Lösung der Anliegen und Probleme der Menschen – Parteipolitik müsse da hintanstehen, so seine Meinung. Priorität haben für ihn als Vater unter anderem eine „nachhaltige und klimafreundliche Stadtentwicklung“ und eine „verlässliche und familienfreundliche Bildungs- und Betreuungslandschaft“.
Außerdem wolle er die Stadt als starken Wirtschaftsstandort erhalten und weiter gestalten. Darüber hinaus möchte er nach eigenen Aussagen das soziale und ehrenamtliche Engagement nach Kräften unterstützen. „Mittelpunkt und Maßstab städtischen Verwaltungshandelns sind die Bürgerinnen und Bürger“, schreibt Ruppaner.
Er ist der zweite Interessent für den Chefsessel in Leinfelden-Echterdingen: Im Juli hat bereits der Grünen-Stadtrat David Armbruster seine Kandidatur für die Wahl im Dezember bekannt gegeben. Roland Klenk, der seit Januar 2002 Oberbürgermeister ist, hatte im April angekündigt, dass er seinen Schreibtisch vorzeitig räumen wolle. Am 29. Februar – und damit am Tag vor seinem 72. Geburtstag – will Klenk seine Rathausschlüssel abgeben. Er wird dann etwa ein Jahr vor Ablauf seiner dritten Amtszeit seine Aufgaben in andere Hände legen.