Wahl in Schönaich am 16. Mai Markus Mezger will Bürgermeister werden

Markus Mezger tritt in Schönaich an. Foto: privat
Markus Mezger tritt in Schönaich an. Foto: privat

Der Vorsitzende des CDU-Gemeindeverbands und Sohn des Interims-Bürgermeisters Norbert Mezger wirft für die Wahl am 16. Mai seinen Hut in den Ring. Der Vater will sein Mandat aufgeben, sollte sein Sohn zum Schönaicher Bürgermeister gewählt werden.

Schönaich - Am 16. Mai wählt Schönaich einen neuen Bürgermeister. An diesem Mittwoch hat Markus Mezger seine Kandidatur bekannt gegeben. Er ist in Schönaich aufgewachsen und familiär mit der Kommunalpolitik eng verknüpft. Denn Markus Mezger führt nicht nur den CDU-Gemeindeverband an, sondern ist auch der Sohn von Norbert Mezger, der seit vielen Jahren der CDU-Fraktion im Gemeinderat vorsitzt und seit dem Rücktritt von Daniel Schamburek als Interims-Bürgermeister fungiert. „Ich bewerbe mich als Kandidat aus Schönaich für Schönaich“, schreibt Markus Mezger in einer Pressemitteilung, „mit all meiner Erfahrung, mit meiner ganzen Kraft und mit Herzblut für meine Heimatgemeinde.“

Die Verwaltungsarbeit habe er von der Pike auf gelernt. Zunächst absolvierte Mezger ein duales Studium im gehobenen Dienst der Steuerverwaltung an der Hochschule für öffentliche Verwaltung und Finanzen Ludwigsburg. Seit über zehn Jahren ist er beruflich auf verschiedenen Verwaltungsebenen tätig, derzeit als Oberamtsrat im Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau Baden-Württemberg. „Mit meiner Qualifikation und Erfahrung fühle ich mich sehr gut gerüstet für die Aufgabe als Bürgermeister“, betont er. Insbesondere im Steuer- und Verwaltungsrecht und in der Wirtschafts- und Wohnungspolitik kenne er sich gut aus.

Mezger wohnt mit seiner Familie im Wohngebiet Westrand. In Schönaich ist er aufgewachsen und lebt dort seit nunmehr 35 Jahren. Auch seine beiden Kinder, 6 und 9 Jahre alt, gehen vor Ort zur Schule. Seit 2014 ist er Vorsitzender der Laubachgenossenschaft Schönaich und in seiner Freizeit gerne in der Natur unterwegs.

Nicht nur durch die Corona-Pandemie stehe die Gesellschaft vor großen Veränderungen. „Beispielsweise der Klimaschutz, die Digitalisierung, die Mobilität oder die Bildung werden Schönaich auch lokal vor neue Herausforderungen stellen“, schreibt der Kandidat. Der Mittelstand, das örtliche Handwerk, die Dienstleister und Einzelhändler sollten sich auf einen Bürgermeister verlassen können. Zudem müsse der Wohnungsbau in Schönaich für alle Generationen einen Schritt in die Zukunft machen. Genauso seien Betreuungsangebote in Kinderkrippen, Kindergärten und Schulen sowie zukunftsfähige und gut ausgestattete Bildungseinrichtungen wichtig.

Falls der Sohn gewählt wird, kündigt der Vater an, sein Gemeinderatsmandat abzugeben.

Nach anhaltenden Streitigkeiten mit dem Gemeinderat war der Schönaicher Bürgermeister Daniel Schamburek zu Jahresbeginn zurückgetreten. Seitdem führt der CDU-Fraktionsvorsitzende Norbert Mezger interimsweise die Rathauschef-Geschäfte. Obwohl es neuerdings möglich wäre, dass Sohn und Vater als Bürgermeister und Gemeinderat zusammenarbeiten, wollen die Mezgers diese Konstellation vermeiden. „Sollten mir die Bürgerinnen und Bürger am 16. Mai das Vertrauen aussprechen, ist es für meinen Vater als langjähriger Gemeinderat eine Selbstverständlichkeit, sein Mandat abzugeben“, betont Markus Mezger. Außerdem wolle er selbst sein Amt als Vorsitzender des CDU-Gemeindeverbands während des Wahlkampfs ruhen lassen und im Falle einer Wahl zum Bürgermeister dieses abgeben.

Markus Mezger ist der zweite Kandidat für Schönaich. Mitte März hatte die Politik- und Verwaltungswissenschaftlerin Anna Walther aus Renningen ihre Bewerbung bekannt gegeben. Seit 2015 arbeitet sie bei der Sindelfinger Stadtverwaltung.




Unsere Empfehlung für Sie