Wahlkreis 8 im Enzkreis Die drei Bürgermeister behalten ihre Sitze

Von Kathrin Klette 

Teply, Weisbrich und Seiß bleiben im Kreistag. Neu dabei sind Bernd Kauffmann und Klaus Bohnenberger.

Zwei Neue schaffen es für den Wahlkreis 8 in den Kreistag. Foto: dpa
Zwei Neue schaffen es für den Wahlkreis 8 in den Kreistag. Foto: dpa

Enzkreis - Zwei neue Gesichter haben es aus dem Wahlkreis 8 (Wiernsheim, Mönsheim, Wurmberg, Wimsheim, Friolzheim, Heimsheim) in den Kreistag geschafft: der Wimsheimer Klaus Bohnenberger für die Freien Wähler und der Heimsheimer Bernd Kauffmann für die Grünen. Ansonsten haben die Wähler wieder auf Bewährtes gesetzt: Die Bürgermeister Jörg-Michael Teply (Wurmberg, Liste Freie Wähler), Mario Weisbrich (Wimsheim, Liste CDU), und Michael Seiß (Friolzheim, Liste FDP) haben erneut den Weg ins Gremium geschafft. Gleiches gilt für Matthias Enz (SPD), Kämmerer von Wiernsheim.

Viele der wiedergewählten Vertreter haben bei der Stimmenzahl noch einmal deutlich zugelegt – wobei auch die Wahlbeteiligung erheblich gestiegen ist von 50 auf 60 Prozent. Teply hat fast 1100 Stimmen dazugewonnen (2014: 4694, 2019: 5776), bei Weisbrich (3616 zu 5023) und Enz (1976 zu 3415) waren es sogar um die 1400. Allein der Friolzheimer Bürgermeister, der 2014 noch für die CDU angetreten war, hat knapp 700 Stimmen eingebüßt.

CDU büßt im gesamten Gremium drei Sitze ein

„Es freut mich natürlich, dass das Ergebnis noch mal deutlich besser ist als beim letzten Mal“, sagt Jörg-Michael Teply. Für ihn sei das noch mal mehr ein Ansporn, „mich im Kreistag und für die Belange im Heckengäu einzusetzen“. Ähnlich sieht es Mario Weisbrich, der sich über das Vertrauen der Wähler ebenso freut. Neben der hohen Wahlbeteiligung hätten mit Sicherheit auch Veränderungen auf der CDU-Liste eine Rolle gespielt, ist er sicher. „Trotzdem freue ich mich natürlich riesig und nehme das auch als Anerkennung meiner Amtszeit.“

Weniger froh stimmen den Bürgermeister dagegen die Verluste der CDU im Gesamtergebnis. Drei Sitze büßt die Partei ein. „Da spielt natürlich die allgemeine politische Entwicklung rein“, glaubt er. „Was schade ist, weil die große Politik mit dem, was wir hier machen, kaum etwas zu tun hat.“ Umso mehr müsse es jetzt das Ziel sein, dies in den nächsten fünf Jahren auch zu zeigen und für den Kreis weiter gute Entscheidungen zu treffen.

Neu: Bernd Kauffmann und Klaus Bohnenberger

Neu im Gremium ist fortan Bernd Kauffmann. Der hauptberufliche Gärtner war 2014 schon einmal angetreten, damals noch für die Freien Wähler. Der Wechsel der Liste war für ihn ein natürlicher Prozess. „Schon wegen meines Berufs war es für mich naheliegend, aber mir ist es auch einfach wichtig, miteinander in Symbiose mit der Umwelt zu leben und mit der heutigen Technik“, so Kauffmann. „Mensch und Natur gehören zusammen.“ Er gewann im Vergleich zu 2014 sogar mehr als 1500 Stimmen dazu (1844 zu 3356).

Eher überraschend kam für den Freien Wähler Klaus Bohnenberger der Einzug in den Kreistag. Er kandidierte zum ersten Mal für das Gremium und auch „nur“ auf Listenplatz 6. Der ehemalige Wimsheimer Bürgermeister Karlheinz Schühle trat nicht wieder an und bat deshalb Klaus Bohnenberger, an seiner Stelle auf die Liste zu gehen, berichtet er. Vor allem wollte er damit ein Zeichen setzen für andere, die sich nicht trauen, zu kandidieren. „Der Frust ist für viele groß, wenn sie sich aufstellen lassen und dann nicht gewählt werden. Ich wollte zeigen, dass man auch antreten kann und sollte, um die eigene Liste zu unterstützen“, sagt Bohnenberger, der in Wimsheim bereits für die Freien Wähler im Gemeinderat sitzt. Ironischerweise hat er seine Liste mit seiner Kandidatur nicht einfach nur unterstützt, sondern hat es mit 3275 Stimmen direkt ins Gremium geschafft. „Dieses Vertrauen ehrt mich natürlich.“ Unter anderem in Sachen Verkehrslage wolle er in seinem neuen Amt nun etwas bewegen.




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