Wahlkreis Waiblingen: Siegfried Lorek (CDU) Ein Spezialist für die innere Sicherheit

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Siegfried Lorek (CDU) aus Winnenden tritt erstmals als Landtagskandidat im Wahlkreis Waiblingen an. Der Polizeioberrat hat sich in seiner Partei gegen den Landtagsabgeordneten Matthias Pröfrock durchgesetzt.

Siegfried Lorek heute als angehender Landtagsabgeordneter und . . . Foto: Frank Eppler
Siegfried Lorek heute als angehender Landtagsabgeordneter und . . . Foto: Frank Eppler

Winnenden - Direkt nach der mittleren Reife hat Siegfried Lorek seine Ausbildung bei der Polizei begonnen. „Ich war 16 Jahre alt, wurde aber bald 17“, erinnert er sich. Einen Führerschein hatte er

. . . und mit 16 als angehender Polizist. Foto: Siegfried Lorek
noch nicht, doch absolvierte er die Prüfung zum Fahren von Dienstfahrzeugen, noch bevor er volljährig war. „So bin ich mit dem Fahrrad zum Dienst und wieder nach Hause gefahren und dazwischen mit Polizeifahrzeugen. Allerdings nicht mit Sondersignal“, fügt er hinzu und lacht. Mit dem 18. Geburtstag war es dann auch so weit, dass er privat fahren durfte.

Den Beruf des Polizisten in alle Facetten erlebt

„Ich bin jetzt seit mehr als 22 Jahren bei der Polizei“, sagt der aus Freiburg im Breisgau stammende Polizeioberrat, der heute zusammen mit seiner Frau Gabriele in Winnenden lebt und wie sie im Innenministerium in Stuttgart arbeitet. Zielstrebig hat der heute 38-Jährige seinen Berufsweg bestritten. Nach der Ausbildung war er im Streifendienst tätig, machte die Fachhochschulreife und studierte an der Polizeihochschule in Villingen-Schwenningen. Den Beruf des Polizisten kennt er aus dem Effeff, unter anderem war er von 2002 an mehrere Jahre beim Mobilen Einsatzkommando, eine Aufgabe, die nicht nur körperliche Fitness, sondern auch Köpfchen erfordert. Es folgte das Studium zum Höheren Dienst, eine Dozententätigkeit an der Polizeihochschule und schließlich die Berufung ins Innenministerium.

Dort leitet Siegfried Lorek das Referat Notruf und Leitstellen. „Das Thema Notruf wird immer wichtiger werden, je älter die Bevölkerung wird. Auch für Menschen, die gehandicapt sind, müssen adäquate Möglichkeiten geschaffen werden, Hilfe rufen zu können. Zum Beispiel durch eine Notruf-App. Diese hätte zudem den Vorteil, dass man sich unbemerkt bemerkbar machen kann, wenn man bedroht wird.“

Im Bereich der Notrufsysteme habe sich bereits einiges getan. Früher gab es hier bei Anrufen mit Handys Irritation, wenn diese statt in den nächsten Einwählknoten in einer völlig anderen Gegend eingingen. „Mittlerweile läuft das nicht mehr nach den Vorwahlen, sondern nach Gemeindeschlüsseln“, erklärt Lorek. So habe beispielsweise Fellbach die Vorwahl 0711, also dieselbe wie Stuttgart, doch werde von dort nun ein Notruf zur zuständigen Leitstelle in Waiblingen geleitet. „Der Flughafen Stuttgart war da auch immer ein Thema. Für ihn ist Esslingen zuständig, trotz der Stuttgarter Vorwahl.“

Der Kampf um die Köpfe herrscht auch bei der Polizei

Zur Landtagswahl tritt Lorek zum ersten Mal an, im vergangenen Jahr hat er sich parteiintern gegen Matthias Pröfrock durchgesetzt. Politikerfahrung bringt Lorek durch einige Parteiämter mit, unter anderem war er Vizelandesvorstand der Jungen Union. Wenn er in den Landtag gewählt werde, wolle er auf jeden Fall im Bereich der inneren Sicherheit arbeiten, prädestiniert dazu ist er. Was die Polizeireform angehe, müsse unbedingt überprüft werden, ob diese tatsächlich die Erfolge bringe, die man sich von ihr versprochen habe.

Und der Kampf um die Köpfe sei bei der Polizei angekommen. „Bei vielen Firmen winkt ein Bonus, um gute Leute zu bekommen. Im Polizeidienst des Landes ist dagegen das Einstiegsgehalt gesenkt worden. Dabei sei man auf gute Leute, die als Polizisten nachrücken sollen, dringend angewiesen. „Es sollen 1500 weitere eingestellt werden. Für junge Leute muss der Polizeiberuf aber auch attraktiv sein.“

Und das Ehrenamt liege ihm am Herzen, sagt Lorek. Auch hier spricht kein Sonntagsredner, sondern jemand, der sich seit seiner Kindheit engagiert. „Mit elf Jahren bin ich zur Jugendfeuerwehr, dann zur freiwilligen Feuerwehr. Seit ich in Winnenden lebe, bin ich bei der hiesigen Wehr. Und ich will dabeibleiben, wenn ich gewählt werde. Ich will den Anschluss an die Leute nicht verlieren.“




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