"Walkingbuddies" für Stuttgart Diese App soll den Heimweg von Frauen sicherer machen

Während Lara sich vor allem um die kreativen Aufgaben und Gestaltungsthemen kümmert, programmiert Thommy die App und Aram baut als „Head of Marketing“ neue Connections auf. Foto: walkingbuddies
Während Lara sich vor allem um die kreativen Aufgaben und Gestaltungsthemen kümmert, programmiert Thommy die App und Aram baut als „Head of Marketing“ neue Connections auf. Foto: walkingbuddies

Mit der App "Walkingbuddies" sollen sich Frauen zukünftig für den gemeinsamen Nachhauseweg untereinander vernetzen können. Damit wollen Lara Pfisterer, Thomas Jonathan Weschle und Aram Özdemir den Heimweg für Stuttgarterinnen sicherer machen.

Stadtkind: Laura Müller-Sixer (six)
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Stuttgart - Im März 2021 verschwand Sarah Everard in London nach ihrem Besuch bei einer Freundin auf dem Nachhauseweg. Die junge Frau wurde von einem 48-jährigen Polizist vergewaltigt und anschließend ermordet. Dieser Fall löste weltweit eine Debatte über die Sicherheit von Frauen - vor allem in der Nacht - aus. Auch aktuelle Zahlen aus Stuttgart zeigen: Vergewaltigungen, sexuelle Belästigungen, Exhibitionismus und andere Sexualdelikte treffen im öffentlichen Raum überwiegend Frauen.

Die Angst auf dem Nachhauseweg

Die Angst auf dem Nachhauseweg: für viele Frauen gehört das zum Alltag. Mit der App „Walkingbuddies“ wollen die Student:innen Aram Özdemir, Lara Pfisterer und Thomas Jonathan Weschle Frauen und Mädchen die Möglichkeit bieten, sich gemeinsam für ihren Weg nach Hause zu verabreden.

Die Idee zur App entstand innerhalb eines Startup-Programms an der Hochschule für Technik Stuttgart. „Wir sollten zum Thema Fußgänger Ideen sammeln – und durch Interviews und Gespräche untereinander sind wir ziemlich schnell auf das Problem gestoßen, dass sich Frauen auf ihrem Heimweg nicht sicher fühlen“, so Aram Özdemir.

Per "Walkingbuddies" sollen sich nun Frauen mit dem gleichen Nachhauseweg connecten können. Geplant sei, sowohl die Möglichkeit ein Profil mit Alter und Interessen anzulegen sowie ein allgemeiner Sicherheitscheck bei der Anmeldung, bei dem sich die Userinnen vorab durch ein Selfie mit ihrem Personalausweis verifizieren müssen. „So stellen wir sicher, dass die App ein safe space für Frauen ist.“ 

Die erste Rohfassung der App soll im Frühjahr 2022 erscheinen – zunächst für Stuttgart. Perspektivisch sollen jedoch weitere Städte in Baden-Württemberg folgen, damit sich Frauen nachts endlich wieder sicherer fühlen können. >>>




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