Warnstreik in Baden-Württemberg Verdi setzt Schwerpunkt auf Krankenhäuser

Von red/ dpa/ lsw 

Warnstreik in einigen Krankenhäusern: Rund 300 Beschäftigte an fünf Standorten legen am Mittwoch die Arbeit nieder. Planbare Eingriffe sind abgesagt und die Operationssäle geschlossen worden.

Die Gewerkschaften fordern 4,8 Prozent mehr Lohn. Foto: dpa/Paul Zinken
Die Gewerkschaften fordern 4,8 Prozent mehr Lohn. Foto: dpa/Paul Zinken

Stuttgart - Im Tarifkonflikt des öffentlichen Dienstes hat Verdi am Mittwoch einen Warnstreik-Schwerpunkt bei Krankenhäusern gesetzt. In Ludwigsburg, Bietigheim-Bissingen, Markgröningen, Schorndorf und Winnenden legten rund 300 Beschäftigte an fünf Standorten von zwei Klinikgesellschaften die Arbeit nieder, wie ein Sprecher in Stuttgart mitteilte. Es seien planbare Eingriffe abgesagt und die Operationssäle geschlossen worden. Die Notfallversorgung sei aber gesichert gewesen.

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Die Verdi-Landesfachbereichsleiterin Gesundheit und Soziales, Irene Gölz, sagte, es gebe inzwischen einen breiten Konsens in Gesellschaft und Politik, dass es in den Krankenhäusern so nicht weitergehen könne. „Wir müssen jetzt weniger Belastung durch mehr Personal organisieren und eine bessere Bezahlung vereinbaren.“ Außerdem legten am Mittwoch noch über 300 Beschäftigte in Ulm und Wangen ihre Arbeit befristet nieder. In Ulm blieben nach Gewerkschaftsangaben deshalb bis zehn Uhr alle Kindertagesstätten geschlossen. Von den bundesweit geführten Tarifgesprächen sind in Baden-Württemberg nach Gewerkschaftsangaben knapp 220 000 Tarifbeschäftigte in den Kommunen betroffen.

Die Gewerkschaften fordern 4,8 Prozent mehr Lohn. Den Beschäftigten sollen mindestens 150 Euro mehr pro Monat zugesichert werden bei einer Laufzeit von zwölf Monaten. Die Arbeitgeber hatten bislang kein Angebot vorgelegt. Die dritte Verhandlungsrunde ist für den 22. und 23. Oktober angesetzt.

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