Weil der Stadt Aus der Tiefe wird es mollig warm

Rainer Schwab stellt ein, wie viel  der Wärme er aus 120 Metern Tiefe haben will. Foto: factum/Granville
Rainer Schwab stellt ein, wie viel der Wärme er aus 120 Metern Tiefe haben will. Foto: factum/Granville

Die Schwabs haben ein preiswürdiges Eigenheim: In Berlin ergattern sie damit sogar den dritten Platz des Wettbewerbs „Sanierungshelden“. Vor allem wegen ihrer Pumpe. Aus 120 Metern Tiefe holt sie die Wärme.

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Weil der Stadt - In einer verstaubten Ecke, oben im Kinderzimmer, stand sie noch rum, die alte Ölkanne. „Die haben wir als erstes weggeschmissen“, erinnert sich Rainer Schwab. 2008 war das, da hatten er, seine Frau Birgit und Sohnemann Jan die alte Doppelhaushälfte gerade gekauft.

In hohem Bogen ist die alte Ölkanne rausgeflogen – denn die Schwabs hatten den großen Wurf vor. Ein vollsaniertes Haus, das alle Umweltaspekte berücksichtigt. Und dieses Ansinnen ist jetzt mit dem dritten Platz beim Wettbewerb „Sanierungshelden“ belohnt worden.

Schnell hat die Familie gemerkt, dass eine Person nicht fehlen darf, wenn eine solche Rund-um-Sanierung wie bei ihrem neuen Domizil ansteht: nämlich der Energieberater. Im Falle der Schwabs eine ganz besondere Beziehung. „Das hat gleich gepasst, wir haben uns sofort gut verstanden“, erzählt Birgit Schwab.

Viel Eigenarbeit steckt in dem Haus

Und das war gut so, denn es standen ja auch größere Investitionen an. Aus dem Jahr 1953 stammt ihr neues Zuhause, und seitdem wurde auch nicht mehr viel gemacht. „Hier unten im Erdgeschoss waren vier Mini-Räume“, erklärt der Häuslebauer Rainer Schwab. Jetzt sitzt er in einem großen, hellen Wohn- und Essraum. Wo sich einst die Wände befanden, stützen grau gestrichene Holzträger das gemütliche schwäbische Eigenheim.

„Ich bin da Feierabend für Feierabend mit dem Presslufthammer gestanden“, sagt Rainer Schwab. Ehrensache für den Weil der Städter, dass er in seinem neuen Häusle alles, was geht, selber macht.

Und trotzdem war er offen für Neues. Für sehr viel Neues. Denn Jens Weiblen, ein Architekt und Energieberater aus Malmsheim, stand den Schwabs mit Rat und Tat zur Seite. Birgit Schwab erinnert sich noch ganz genau: „Er hat eine Liste erstellt mit Dingen, die man alle machen könnte.“ Also etwa eine Dämmung für das Dach und die Außenwände, gute Fenster und eine Abdichtung der Kellerdecke.




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