Weil der Stadt Neue Hoffnung für einen Hagebaumarkt?

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Gibt es doch noch eine Perspektive für einen Baumarkt in Weil der Stadt? Es deutet sich an, dass möglicherweise im Gewerbegebiet am Stadtausgang Richtung Merklingen doch noch ein richtiger, neuer Baumarkt eröffnet werden könnte.

Der Extra-Baumarkt wird abgerissen, kommt ein neuer Hagebaumarkt? Foto: FACTUM-WEISE
Der Extra-Baumarkt wird abgerissen, kommt ein neuer Hagebaumarkt? Foto: FACTUM-WEISE

Weil der Stadt - Gibt es doch noch eine Perspektive für einen Baumarkt in Weil der Stadt? Es deutet sich an, dass möglicherweise im Gewerbegebiet am Stadtausgang Richtung Merklingen doch noch ein richtiger, neuer Baumarkt eröffnet werden könnte. Der neue Eigentümer des Geländes, die Schünke-Gruppe, und die Rutesheimer Familie Bolay verhandeln offenbar. „Wir sind guter Hoffnung, dass wir eine Lösung finden“, erklärt der Weiler Bürgermeister Thilo Schreiber auf Anfrage.

Zur Erinnerung: Ein Hagebaumarkt war eigentlich schon vor einem Jahr geplant, die Stadt hatte fertige Pläne in der Schublade, den Kreisverkehr und die Siemensstraße entsprechend umzubauen. Doch der damalige Besitzer des Grundstückes verkaufte völlig überraschend an die südbadische Schünke-Gruppe. Diese wollte den alten, nicht mehr betriebenen Extra-Bau- und Hobbymarkt lediglich aufpolieren und neu eröffnen, zur Verärgerung des Gemeinderates und der Stadtverwaltung.

Daher hat der Bürgermeister mit Schünke verhandelt. „Es waren sehr deutliche Gespräche“, erklärt Schreiber. Schließlich war Schünke auf das Entgegenkommen der Stadt angewiesen, weil der Bebauungsplan für das Areal noch nicht in trockenen Tüchern war.

Schreiber trat offenbar überzeugend auf. Die Pläne sind vom Tisch. Nun geht es darum, den alten Markt vollständig abzureißen und einen neuen zu bauen – den könnte Schünke dann an die Rutesheimer Familie Bolay vermieten, die dort ja bereits einen großen Hagebaumarkt betreibt, und derzeit in Ditzingen einen weiteren errichtet. Offiziell gibt es dazu keine Auskünfte.

Problem: Sumpfiger Untergrund

Es gibt wohl auch noch einige offene Punkte zu klären, vor allem ein Bodengutachten. Denn das Gelände im Merklinger Ried ist sumpfig, es muss also in einer sogenannten „Weißen Wanne“ gebaut werden. Der neue Baumarkt würde also unterirdisch durch eine riesige Badewanne vor Wasser geschützt – was erfahrungsgemäß die Kosten deutlich nach oben treibt. Daher geht es natürlich auch um die Konditionen des Mietvertrages, so ist zu hören. Bevor nicht alle Fragen geklärt sind, wird natürlich auch noch nichts unterschrieben.

Straße und Kreisverkehr wird gebaut

Klar ist, dass die Straßen ertüchtigt werden müssen, wenn ein Baumarkt mit hoher Kundenfrequenz dort entsteht. Daher soll ein Kreisverkehr für 400 000 Euro und die Siemensstraße für 180 000 Euro umgebaut werden. Daran muss sich allerdings auch der Investor Schünke beteiligen – mit einem Viertel am Kreisverkehr mit zur Hälfte am Straßenneubau. Damit hätten die Weiler am Merklinger Stadtausgang gleich noch eine leistungsfähige Infrastruktur – und der Baumarkt wäre optimal erschlossen. „Wir warten noch auf eine Rückantwort vom Investor“, erklärt dazu der Weiler Schultes Thilo Schreiber.

Man bleibt vorsichtig optimistisch – gefeiert wird erst, wenn unterschrieben ist.




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