Weissach im Tal Jan Hus und das Konstanzer Konzil

Von  

Reformer
Der böhmische Theologe Jan Hus gilt als ein Wegbereiter der protestantischen Reformationsbewegung. Vier Jahre nach seinem Abschluss an der Karls-Universität in Prag wurde er zum Priester geweiht. An der Hochschule lehrte er Theologie und zog mit seinen Predigten, die er nicht auf Latein sondern in tschechisch hielt, ein großes Publikum an. 1401 wurde er Dekan an der Philosophischen Fakultät und später Rektor der Universität. 1410 wurde er mit dem Kirchenbann belegt und der Stadt verwiesen. Er predigte dennoch weiter und kritisierte die Kreuzzugs- und Ablassbullen von Papst Johannes XXIII. 1412 musste er fliehen.

Konzil
Zum Konstanzer Konzil kamen zwischen 1414 und 1418 tausende Abgesandte, Gelehrte, Bischöfe und Fürsten zusammen. Das Ziel war, die damalige Kirchenspaltung zu überwinden. Auch Hus reiste an, um seine Thesen zu verteidigen.

Hinrichtung
Nachdem er drei Wochen lang gepredigt hatte, wurde er festgenommen und aufgefordert, seine Thesen zu widerrufen. Weil er das nicht tat, wurde er am 6. Juli 1415 vom Konzil zum Tod verurteilt und verbrannt.