Welt-Aids-Tag Chance auf Therapie steigt

Von red/dpa 

Vor allem Kinder stecken sich inzwischen weit seltener an, die Chancen auf eine Behandlung steigen. Kein Zweifel: Der Kampf gegen das HI-Virus kommt weltweit voran. Doch es bleiben Probleme - etwa, dass gut 17 Millionen Menschen gar nichts von ihrer Infektion wissen.

Die Medikamente für HIV-Infizierte haben sich verbessert. Foto: dpa
Die Medikamente für HIV-Infizierte haben sich verbessert. Foto: dpa

Genf - Seit mehr als 30 Jahren kämpft die Welt gegen die Ausbreitung der Immunschwächekrankheit Aids. Das Humane Immunschwächevirus (HIV) ist die Ursache für die Krankheit Aids. Es wird vor allem durch ungeschützten Geschlechtsverkehr und infizierte Injektionsnadeln übertragen. Das Virus ist sehr wandlungsfähig. Viele Tests für einen Impfstoff sind bisher gescheitert.

Der Erreger legt unter anderem bestimmte Immunzellen lahm. Deshalb kann das Abwehrsystem des Körpers Krankheitserreger wie Bakterien und Viren nicht mehr wirkungsvoll bekämpfen. Selbst an sich harmlose Infektionen können so zur tödlichen Bedrohung werden.

Nach einer erkannten HIV-Infektion lassen sich Ausbruch und Symptome von Aids (Acquired Immune Deficiency Syndrome, Erworbenes Immunschwäche-Syndrom) mit verschiedenen Medikamenten bekämpfen.

Lebenserwartung ist gestiegen

Die Kombination solcher Arzneien kann die Vermehrung des Erregers im Blut verhindern. Lebensqualität und -erwartung der Patienten sind durch diese Therapien deutlich gestiegen. Sie haben jedoch Nebenwirkungen und können Patienten noch nicht heilen.

Neben den verbesserten Medikamenten für HIV-Infizierte lassen aber auch jüngste Zahlen der UN hoffen, dass die Seuche in absehbarer Zeit unter Kontrolle sein könnte.

Noch nie hatten so viele HIV-Infizierte eine Chance auf ein Therapie, die ihr Leben verlängern und die Gefahr von Übertragungen vermindern kann. Die UN spricht - im langjährigen Vergleich - von „außergewöhnlichen Fortschritten“.

Ein Überblick der Daten, die vom Anti-Aids-Programm der Vereinten Nationen (UNAIDS) jüngst in Genf präsentiert wurden.