Mit einem Großaufgebot rückten die Rettungskräfte in der Nacht zum Freitag nach einem Chlorgasalarm zum Wernauer Hallenbad aus. Dort war Salzsäure ausgelaufen. Laut Polizei gab es keine Verletzten, für die Bevölkerung bestand keine Gefahr.

Anwohner des Wernauer Hallenbads wurden in der Nacht zum Freitag aufgeschreckt: Mit einem Großaufgebot rückten die Rettungskräfte nach einem Chlorgasalarm zum Quadrium aus. Fachleute der Feuerwehr ermittelten rasch die Ursache des Alarms: Durch ein Leck in einem Schlauch war im Technikraum Salzsäure ausgelaufen. „Es gab nach ersten Erkenntnissen keine Verletzten“, meldete hinterher die Polizei. „Für die Bevölkerung bestand keine Gefahr.“ Während des Einsatzes musste die Wernauer Durchgangsstraße voll gesperrt werden.

Durchgangsstraße gesperrt

Gegen 22.45 Uhr war der Alarm am Donnerstagabend bei der integrierten Leitstelle eingegangen – wenig später waren die eilends alarmierten Rettungskräfte bereits in der Kirchheimer Straße vor Ort. Eine Angestellte des Wernauer Hallenbads hatte einen erhöhten Wert an der Alarmanlage festgestellt und die Rettungskräfte alarmiert. Feuerwehrleute in Schutzanzügen nahmen umgehend den Technikraum des Hallenbads unter die Lupe. Nachdem erste Messungen erhöhte Messwerte ergeben hatten, wurden Spezialkräfte der Feuerwehr, darunter der Gefahrgutzug aus Ostfildern und die Werksfeuerwehr von Bosch, angefordert, die über eine spezielle Lüftungstechnik verfügt. Vorsorglich wurde auch ein Chemiker hinzugezogen.

Die Ursache der erhöhten Messwerte war rasch gefunden: Im Technikraum stellten die Fachleute der Feuerwehr ein Leck an einem Schlauch der Wasseraufbereitungsanlage fest, in der Chlordioxid aus Salzsäure und Natriumchlorid hergestellt wird. Auf dem Boden des Technikraums hatte sich auslaufende Salzsäure bereits in einer kleinen Pfütze gesammelt. Die Salzsäure wurde daraufhin von der Feuerwehr mit chemischen Bindemitteln gebunden, das Gebäude wurde mit Spezialgeräten belüftet, um es wieder gefahrlos begehbar zu machen. Die Feuerwehr war mit 16 Fahrzeugen und 69 Einsatzkräften vor Ort, der Rettungsdienst war vorsorglich mit drei Fahrzeugen und 13 Einsatzkräften angerückt. Die Wernauer Durchgangsstraße, die während des Großeinsatzes voll gesperrt werden musste, konnte um 1.45 Uhr wieder für den Verkehr freigegeben werden.