Werner Kiedaisch im Ruhestand Langjähriger Waldenbucher Stadtkämmerer verabschiedet

Bürgermeister Michael Lutz (li.) verabschiedet den langjährigen Kämmerer Werner Kiedaisch in den Ruhestand. Foto: Stadt Waldenbuch

In der Gemeinderatssitzung erhielt Werner Kiedaisch die Versetzungsurkunde in den Ruhestand.

Im letzten Jahr durfte Werner Kiedaisch die Ehrenurkunde des Landes Baden-Württemberg für sein 40-jähriges Dienstjubiläum entgegennehmen. Nach seiner Amtszeit in Weilheim unter Teck kam Kiedaisch als Stadtkämmerer und Personalamtsleiter im Jahr 2000 als Nachfolger von Ernst Schwenk nach Waldenbuch – und kämpfte sich dort über 23 Jahre durch die Finanzen der Stadt.

 

In der Gemeinderatssitzung am vergangenen Dienstag überreichte Bürgermeister Michael Lutz seinem langgedienten Stadtkämmerer die Versetzungsurkunde in den Ruhestand und war voll des Lobes. Begründet auf den Zweitnamen Martin seines Amtsleiters war Lutz versucht, seinen Kämmerer als Heiligen Sankt Martin der Finanzen zu bezeichnen. Doch eine Heiligsprechung wollte der Bürgermeister dann doch nicht vornehmen, Kiedaisch jedoch für 41 Jahre und einen Monat im Dienst der öffentlichen Verwaltung würdig ehren. Dabei hob er die Verdienste Kiedaischs in Schokoladenform hervor und überreichte mit den jeweils passenden Worten unterschiedliche Waldenbucher quadratische Tafeln. Von der nussigen Ausführung für das Knacken der Finanznüsse bis zur Olympiaausgabe für Teamarbeit und Zielorientierung.

Am 1. November geht es in die Freizeitphase

Am 1. November geht Werner Kiedaisch in die Freizeitphase. Dann kann er sein Leben ohne Termindruck gestalten, Spaziergänge machen, wann immer es ihm passt – und gesundheitliche Vorsorge betreiben. Mit den Worten: „Alles hat seine Zeit“, dankte Werner Kiedaisch für die gute Zusammenarbeit in Verwaltung und Gemeinderat. Seinem bisherigen Mitarbeiter und jetzigen Nachfolger Sven Ehwald gab er den Rat: Weisen Sie unermüdlich auf die finanzielle Lage der Stadt hin, damit ihnen im Ratsgremium keiner die Frage stellt „Wie konnte es soweit kommen?“ Ein Seitenhieb auf die immer wieder gestellte Frage bezüglich der desolaten Finanzlage der Stadt.

Hauptamtsleiter Ralph Hintersehr spricht nicht nur für sich, wenn er über seinen Amtskollegen sagt: „Mit Herrn Kiedaisch verlässt eine Institution die Stadtverwaltung, die nicht nur durch enormes Fachwissen stets Höchstleistungen erbracht hat, sondern vor allem auch durch Menschlichkeit und Empathie überzeugt und große Sympathien erworben hat.“

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