Wie können Verpackungen für Sprays umweltfreundlicher gestaltet werden, kann man die Temperatur von Wasser hören oder wie können unleserliche Handschriften auf einem Tablet doch lesbar gemacht werden? Mit diesen und anderen Fragen zunehmend auch aus dem Bereich KI beschäftigen sich die 89 Teilnehmerinnen und Teilnehmer beim Regionalentscheid Mittlerer Neckar des bundesweiten Wettbewerbs „Jugend forscht“ in Sindelfingen.
„Wir suchen heute die Forscher von morgen“, unterstrich Sindelfingens Oberbürgermeister Bernd Vöhringer (CDU) am Freitag bei einer Pressekonferenz ein Ziel des Wettbewerbs. „Die Region braucht eine solche Veranstaltung“, bekräftigte auch Karl Peter Hoffmann, Geschäftsführer der Stadtwerke Sindelfingen, die gemeinsam mit den Vereinigten Volksbanken Sponsoren der ersten Stunde sind. Bereits zum 18. Mal wird der „Jugend forscht“-Regionalwettbewerb in Sindelfingen ausgerichtet. In den rund 50 Projekten in sieben Sparten – Arbeitswelt, Biologie, Chemie, Geo/Raumwissenschaften, Mathe/Informatik, Physik und Technik – konkurrieren die Jugendlichen in den beiden Kategorien „Schüler experimentieren“ von der vierten Klasse bis zum Alter von 14 Jahren und „Jugend forscht“ für die älteren Teilnehmer bis hin zum ersten Studiensemester um Siege und Platzierungen.
40 Prozent von ihnen sind Mädchen, oft haben diese den Schwerpunkt Biologie, wie neben Bernd Vöhringer auch Wettbewerbsleiter Jochen Krüger hervorhob. 2023 waren es noch zehn Prozent weniger Mädchen und junge Frauen im Wettbewerb gewesen.
„Sindelfinger Wissenstage“ bis Ende März
Am 22. und 23. Februar präsentieren die Kinder und jungen Erwachsenen ihre Forschungsprojekte dann in der Stadthalle Sindelfingen zuerst einer Jury und dann der Öffentlichkeit. Die besten Nachwuchswissenschaftler qualifizieren sich dann für den Landeswettbewerb in Freiburg und Balingen. Den Abschluss des Bundeswettbewerbs, für den sich in diesem Jahr über 10 000 Kinder und Jugendliche aus ganz Deutschland angemeldet haben, bildet das 59. Bundesfinale „Jugend forscht“ vom 30. Mai bis 2. Juni in Heilbronn.
Begleitet wird „Jugend forscht“ in Sindelfingen wieder von den „Sindelfinger Wissenstagen“, die am 15. Januar begonnen haben und bis 22. März über 70 Veranstaltungen von der Roboterprogrammierung bis zur Brandbekämpfung bereithalten. „Nach 700 Kindern bei 40 Veranstaltungen im vergangenen Jahr rechnen wir diesmal mit einer Verdoppelung“, sagte Bernd Vöhringer.