Wiesensteig Erneut Wolf gesichtet
Zum dritten Mal macht eine Fotofalle Aufnahmen von einem Wolf, der im oberen Filstal unterwegs ist. Lässt er sich hier nieder, oder ist er nur auf der „Durchreise“?
Zum dritten Mal macht eine Fotofalle Aufnahmen von einem Wolf, der im oberen Filstal unterwegs ist. Lässt er sich hier nieder, oder ist er nur auf der „Durchreise“?
Eine Fotofalle in Wiesensteig hat am Donnerstagmorgen erneut einen Wolf aufgenommen. Dieses Mal in der Nähe des Filsursprungs. Wie das Landesumweltministerium in einer Mitteilung berichtet, bewerten Fachleute der Forstlichen Versuchs- und Forschungsanstalt (FVA) in Freiburg die Bilder als eindeutigen Wolf-Nachweis, einen sogenannten C1-Nachweis.
Eine Individualisierung des Wolfes sei auf Grundlage des Bildes nicht möglich. Daher könne auch keine Aussage dazu getroffen werden, ob es sich um dasselbe Tier handelt, das am vergangenen Freitag in Wiesensteig aufgenommen wurde. Auch am Montag wurde laut der FVA wahrscheinlich ein Wolf fotografiert. Ganz sicher waren sich die Experten in diesem Fall aber nicht, da das Bild zu unscharf ist.
Ob sich das Tier von der jüngsten Aufnahme nach wie vor in der Region aufhält oder ob es weitergewandert ist, ist nicht bekannt, so das Ministerium. Ebenso gebe es keine weiteren Informationen zum Geschlecht, dem Alter oder der Herkunft des Wolfs.
„Nur weitere Nachweise könnten in den kommenden Monaten Aufschluss darüber geben, ob sich ein Wolf in der Region niederlässt, oder ob es sich um einen durchziehenden Wolf handelt“, so die Mitteilung.
Nach der ersten Wolfssichtung meldete sich die Kreisjägermeisterin und CDU-Landtagsabgeordnete Sarah Schweizer zu Wort und warnt davor, in Panik zu verfallen. „Zunächst einmal ist nicht sicher, ob es sich um ein Tier handelt, das durchzieht oder sich hier niedergelassen hat.“ Und: „Von einem einzelnen Wolf geht in der Regel keine Gefahr für uns Menschen aus“, sagte Sarah Schweizer.
Auch wenn Schweizer von keiner Gefahr für die Menschen des Landkreises ausgeht, fordert sie ein „effektives Wolfsmanagement und einen pragmatischen Umgang mit den Wölfen“. Denn der Wolf sei „längst nicht mehr selten oder vom Aussterben bedroht“. Deshalb müsse er auf die Liste der bejagbaren Tierarten.