WM-Eröffnungsfeier Draußen Gewalt, drinnen Party

Die Fußball-WM 2014 ist eröffnet. In der folgenden Bilderstrecke zeigen wir Fotos von der Eröffnungsfeier in Sao Paulo. Foto: AFP 23 Bilder
Die Fußball-WM 2014 ist eröffnet. In der folgenden Bilderstrecke zeigen wir Fotos von der Eröffnungsfeier in Sao Paulo. Foto: AFP

Die farbenfrohe Eröffnungsfeier zur Fußball-WM ist von teils gewalttätigen Protesten überschattet worden. Während die Brasilianer auf die Straße gingen, feierten im Stadion von Sao Paulo 62.000 Zuschauer die Weltmeisterschaft – darunter 1364 VIPs.

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Sao Paulo - Unter dem Eindruck neuer Sozialproteste und gewaltsamer Polizeieinsätze ist am Donnerstag im brasilianischen São Paulo mit einem bunten Spektakel der Beginn der Fußballweltmeisterschaft gefeiert worden.

Die Zeremonie vor etwa 62.000 Zuschauern, darunter auch Präsidentin Dilma Rousseff, stieg im Corinthians-Stadion der Metropole. Vor dem Eröffnungsspiel zwischen Brasilien und Kroatien sorgten dort mehr als 600 Künstler für Stimmung. Ihre Kostüme symbolisierten unter anderem die brasilianische Natur.

1364 VIPs

UN-Generalsekretär Ban Ki Moon und acht Staatspräsidenten haben die Eröffnung der Fußball-WM live im Stadion miterlebt. Insgesamt waren 1364 VIPs erwartet worden.

Das Budget für die 25 Minuten lange Eröffnungsfeier liegt bei 18 Millionen Reals (knapp sechs Millionen Euro), bestätigte das LOC.

Ein Schatten über den Feierlichkeiten

Überschattet wurde der WM-Start von ersten harten Einsätzen der Militärpolizei gegen Demonstranten in São Paulo. Zunächst gingen die Sicherheitskräfte mit Blendgranaten, Gummigeschossen und Tränengas gegen etwa 60 Protestierende vor einer U-Bahn-Station vor. Später gab es Zusammenstöße mit rund hundert weiteren Demonstranten. Mehrere Menschen wurden verletzt, mindestens ein Demonstrant wurde festgenommen.

Am Flughafen Galeão in Rio de Janeiro blockierte zudem streikendes Bodenpersonal am Vormittag einen der Hauptzugänge zum Terminal. Die Polizei konnte die Gruppe zwar dazu bewegen, den Weg rasch wieder freizumachen. Dennoch verpassten einige Passagiere ihre Verbindungen.

Im Zentrum Rios demonstrierten zudem etwa 500 Menschen friedlich. Die Demonstranten werfen der Regierung vor, Milliarden in die Weltmeisterschaft gesteckt zu haben - auf Kosten wichtiger sozialer Aufgaben im Gesundheits-, Bildungs- und Verkehrswesen.




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