Wohnmobile auf den Fildern Stellplatz mit eigener Autobahnausfahrt

Von Markus Heffner 

Die Landesmesse hat den ersten ausgewiesenen Stellplatz für Wohnmobile in Stuttgart eröffnet. 1,4 Millionen Euro wurden investiert.

Das neu gestaltete Messeareal bietet Platz für knapp 40 Wohnmobile. Foto: Steinert
Das neu gestaltete Messeareal bietet Platz für knapp 40 Wohnmobile. Foto: Steinert

Stuttgart - Idyllisch gelegen ist der neue Stellplatz zwischen der A8 und dem Stuttgarter Flughafen zwar nicht unbedingt, dafür ist er nicht nur mit Strom, Wasser und separatem Sanitärbereich ausgestattet, sondern sozusagen auch mit eigener Autobahnausfahrt. Lange und nervige Anfahrten durch enge Sträßchen entfallen daher, was vor allem Besitzer von XXL-Wohnmobilen freuen dürfte. Anders als in den meisten anderen deutschen Städten habe es in Stuttgart ein Angebot dieser Art bisher noch nicht gegeben, erklärte der Messe-Geschäftsführer Ulrich Kromer beim gestrigen Probecampen anlässlich der offiziellen Eröffnung: "Mit diesem Platz beseitigen wir ein Manko, schließen eine Lücke für Reisemobiltouristen und verbessern die Infrastruktur für unsere Messebesucher und Aussteller."

Insgesamt 39 Stellplätze für Reisemobile sind auf dem Gelände am Tor 1 der Landesmesse in den vergangenen Monaten angelegt worden. "Wir haben erkannt, dass wir einen vernünftigen Standard schaffen müssen", so Kromer. Die Nachfrage nach solch einem Angebot sei immer größer geworden. Das Areal selbst wurde zwar schon seit der Messeeinweihung im Oktober 2007 als Abstellplatz genutzt, war aber wegen seiner schrägen Parkbuchten und des starken Gefälles nicht sonderlich dafür geeignet. Die neue Anlage ist nun terrassenartig angelegt und mit modernen Ökosteinen gepflastert, in deren breiten Fugen das Wasser versickern kann. Die Stromverteilerkästen sind maximal 20 Meter von den Stellplätzen entfernt, es gibt eine zentrale Entsorgungsstation sowie Toiletten und Duschen. Zudem steht auf dem Gelände von jeher noch eine gemütliche Jausenstation, die von den Gastronomen allerdings nur während der Messen selbst betrieben wird.

Schotterflächen mit Versorgungsstationen ausgestattet

Geöffnet ist der neue Wohnmobil-Stellplatz ganzjährig, also eben ausdrücklich auch außerhalb der Messezeiten, betont der Unternehmenssprecher Thomas Brandl. Bisher hätten Touristen und Durchreisende auf den Campingplatz am Cannstatter Wasen ausweichen müssen, "wenn sie nicht irgendwo illegal im Stadtgebiet übernachten wollten". Mit dem ganz großen Ansturm auf die neuen Plätze rechnet Brandl bei allein 1,4 Millionen Messebesuchern pro Jahr freilich vor allem während der Ausstellungen, insbesondere zur CMT. Mehr als 2000 Übernachtungen habe man in diesem Jahr während Süddeutschlands größter Urlaubsmesse im Bereich der Wohnmobile abgewickelt, so Brandl: "Das war ein absoluter Rekord."

Um künftig auch mit diesem "Extremfall" besser umgehen zu können, hat das Unternehmen parallel zum Ausbau des neuen Reisemobil-Stellplatzes zusätzlich vor den Hallen 1, 3 und 5 weitere ehemalige Schotterflächen gepflastert und mit Versorgungsstationen ausgestattet. Damit würden zu Messezeiten zusätzliche 150 feste Stellplätze zur Verfügung stehen, sagt Brandl.

Insgesamt hat die Messe damit 1,4Millionen Euro in den Ausbau der Stellplätze gesteckt. Eine Investition, die sich einerseits lohnt und zudem über die Platzgebühren wieder zu erwirtschaften sei, so der Geschäftsführer Ulrich Kromer. Was momentan neben der obligatorischen Platzordnung noch fehlt, ist unter anderem die Beschilderung an der Autobahnausfahrt, die den Campern den Weg zu dem neuen Stellplatz weist. "Die werden wir in Kürze anbringen lassen", verspricht Kromer.

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