Wohnprojekt in Weil der Stadt Zauberkünstler suchen Mitbewohner

Von Regine Brinkmann 

Sigrid Wolbold und Hermes Kauter starten in Merklingen ein alternatives Wohnprojekt.

Sigrid Wolbold und Hermes Kauter haben viele Jahre die Zaubermühle in Merklingen betrieben. Jetzt haben sie ein neues Projekt – ohne Magie und Zauberei. Foto: factum/Jürgen Bach
Sigrid Wolbold und Hermes Kauter haben viele Jahre die Zaubermühle in Merklingen betrieben. Jetzt haben sie ein neues Projekt – ohne Magie und Zauberei. Foto: factum/Jürgen Bach

Weil der Stadt - Schwierige Zeiten eröffnen Chancen, das Leben neu oder anders zu organisieren. Das ist Sigrid Wolbold und Hermes Kauter, vielen Liebhabern von kreativer Zauberkunst und verblüffender Mentalmagie besser bekannt als Signora Tres Face und Frascatelli aus der Merklinger Zaubermühle, schon vor dem pandemisch bedingten Stillstand der vergangenen Wochen bewusst gewesen. Seit Ende 2018 der vorerst letzte Vorhang in der Zaubermühle fiel und die beiden Mittsechziger sich schweren Herzens aus dem aktiven Kleinkunstgeschehen zurückzogen, geben sie ihr Wissen an ein begabtes und international erfolgreiches Paar aus dem Saarland weiter.

Und eigentlich sollte im kommenden Winter der Zauberstab von Alt zu Jung übergeben werden. „Das Programm steht“, erzählt Hermes Kauter. Aber so schön der Theaterboden der Zaubermühle ist, seine Originalität macht es mit den derzeit geltenden Abstandsregelungen unmöglich, ihn vor Publikum zu bespielen.

„Aber wir nehmen es gelassen“, sagt Hermes Kauter schmunzelnd, „und wir genießen umso mehr die Natur um uns herum.“ Davon hat das Paar jede Menge, denn zu der großen Mühle gehört auch ein naturnaher Garten, einen halben Hektar groß. „Der Garten war noch nie so gepflegt wie jetzt“, so der Zauberkünstler lachend.

Der Wunsch nach Mitbewohnern ist groß

Der große Garten ist mit ein Grund für das alternative Wohnprojekt, das Sigrid Wolbold und Hermes Kauter gestartet haben. Eine Rundmail mit den Fakten ist verschickt. Gut 170 Quadratmeter Wohnraum, der auf neue Bewohner wartet, dazu Nebengebäude, die mit etwas Geschick und guten Ideen in ein Atelier oder eine Werkstatt verwandelt werden könnten, und ein riesiger Garten zur gemeinsamen Nutzung, der auch Platz für Hühner und Co. bieten könnte.

„Wir wünschen uns eine solidarische Hausgemeinschaft, die von gegenseitigem Geben und Nehmen profitiert“, erklärt Kauter, „wir wünschen uns Mitbewohner, die mit anpacken können und wollen, um das Anwesen mit uns in Ordnung zu halten und uns in unserem Alltag zu unterstützen.“ Einen Trick, das mit Magie zu erledigen, haben sie noch nicht gefunden.

„Wir sind völlig offen, egal, ob eine Wohngemeinschaft oder eine große Familie einziehen möchte“, betont Sigrid Wolbold, „es muss eben auch menschlich passen.“ Das ist für die beiden unkonventionellen Künstler das Wichtigste.

Die Suche nach den neuen Mitbewohnern läuft. Wer sich interessiert, kann sich unter 0 70 33 / 69 48 37 bei Sigrid Wolbold und Hermes Kauter melden.




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