Wolfgang Kohla von der Kaiserhalle Vom Kommunist zum Reutlinger Kultkneipier

Von Leonie Ruhland 

Dass er Kneipenwirt wurde, hat mit der Innenpolitik der 1970er Jahre zu tun. Als Lehrer durfte Wolfgang Kohla nicht mehr arbeiten. Er fiel in ein tiefes Loch, die Arbeit als Wirt in der Kaiserhalle in Reutlingen rettete ihn. Heute denkt er gerne an die alten Zeiten, auch weil sich die Kneipenszene heute stark verändert hat.

Hier singt der Chef noch selber: Am Montagabend ist traditionell Karaoke in  der Kaiserhalle, auch wenn inzwischen kaum noch Leute kommen. Foto: Fabian Franke 5 Bilder
Hier singt der Chef noch selber: Am Montagabend ist traditionell Karaoke in der Kaiserhalle, auch wenn inzwischen kaum noch Leute kommen. Foto: Fabian Franke

Reutlingen - Es braucht Kraft, die verglaste Holztür aufzuschieben. Drinnen ist es warm, Gäste wippen zum Takt von „I want to break free“. Vor der Theke ist wieder Durchsetzungsvermögen angesagt. Zigarettenrauch strömt vom Nebenraum her. Zwischen Frauen in Strickjacken, Männern mit Holzfällerbärten und Schiebermützen, gepiercten Blondinen in High-Waist-Jeans und ergrauten Köpfen in dunkelblauen Jacketts geht’s zur Tresenklappe.