Die Württembergische Weingärtner-Zentralgenossenschaft mit Sitz in Möglingen arbeitet wieder mit der Rewe-Handelsgruppe zusammen. Zuvor hatte die WZG die Lieferung gestoppt, weil Rewe der Forderung nach einer Preiserhöhung nicht nachgekommen war.

Der Lieferstopp der Württembergischen Weingärtner-Zentralgenossenschaft (WZG) mit Sitz in Möglingen gegenüber der Rewe-Handelgruppe ist nach rund zwei Wochen wieder beendet. Das teilt die WZG mit. Die Genossenschaft, deren Mitglieder rund 70 Prozent der württembergischen Rebflächen bewirtschaften, erzielte in der vergangenen Woche eine Einigung mit dem langjährigen Handelspartner.

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Rewe war zuvor über Monate und in mehreren Verhandlungsrunden der Forderung der WZG, die Preise um knapp fünf Prozent zu erhöhen, nicht nachgekommen. Das hatte die Genossenschaft verlangt, um die gestiegenen Herstellungskosten ansatzweise auffangen zu können. Zu der jetzt vereinbarten Lösung nennen beide Seiten keine Details.

Rewe ist der größte Handelspartner der Genossenschaft

„Wir sind aber sehr zufrieden“, sagt Uwe Kämpfer, Vorstand und Vertriebschef bei der WZG. Er spricht von einem „sehr wichtigen Schritt“, ist Rewe doch einer der größten Handelspartner der Genossenschaft. Ein Rewe-Sprecher teilt mit, dass die WZG ein „von uns seit vielen Jahren sehr geschätzter nationaler und regionaler Lieferant“ sei. Insofern sei in den vergangenen Wochen der Gesprächsfaden nie abgerissen. In mehreren Runden habe man um eine Einigung gerungen – und diese nun einvernehmlich erzielt.

Die Lieferung der Weinprodukte an die Rewe-Gruppe, zu der auch Penny und Nahkauf zählen, wurde vergangene Woche direkt wieder aufgenommen. Die Märkte werden nach und nach bestückt. Für die WZG war der Lieferstopp Anfang April eine „Ultima Ratio“ gewesen, der ihr durch kurzfristige Umsatzeinbußen geschadet hatte, durch die Hartnäckigkeit mittel- und langfristig aber ihr Bestehen sichern sollte. Dieses Vorgehen scheint sich ausgezahlt zu haben.