A8 im Kreis Esslingen Sattelzug kracht in S21-Tunnelbaustelle

Von red/dpa/lsw 

Auf der A8 im Kreis Esslingen ist in der Nacht zu Mittwoch ein Lkw in die Baugrube einer Tunnelbaustelle gekracht. Der Streckenabschnitt ist gesperrt, die Ursachen sind noch unklar.

Zu einem schweren Unfall ist es auf der A8 im Kreis Esslingen gekommen. Foto: 7aktuell.de/Simon Adomat 14 Bilder
Zu einem schweren Unfall ist es auf der A8 im Kreis Esslingen gekommen. Foto: 7aktuell.de/Simon Adomat

Esslingen - Schwerer Unfall an einer Baustelle des Bahnprojekts Stuttgart-Ulm: Ein Sattelzug ist in der Nacht zum Mittwoch gegen 1 Uhr auf der A8 bei Stuttgart in die Baustelle gefahren, der 40-jährige Fahrer wurde schwer verletzt.

Der Lkw war laut der Polizei in Richtung München nahe des Rasthofs Denkendorf (Kreis Esslingen) von der Fahrbahn abgekommen. In einer Linkskurve fuhr er geradeaus, durchbrach die Absperrung der Baustelle sowie eine Betonverschalung und stürzte laut der Feuerwehr mehrere Meter in die dort befindliche Baugrube ab.

An der A8 entsteht ein Tunnel für das Bahnprojekt Stuttgart-Ulm.

Warum der Sattelschlepper von der Fahrbahn abkam, war noch unklar. Er verkeilte sich nach Angaben der Feuerwehr zwischen der Stützmauer und dem darunterliegenden Bauschacht. Der Fahrer wurde eingeklemmt, war aber ansprechbar.

Höhenrettungs-Spezialisten im Einsatz

Einsatzkräfte brachten zwei Kräne in Stellung, die das Gespann absicherten. Höhenrettungs-Spezialisten der Feuerwehr seilten sich zum Führerhaus ab, das mehrere Meter über dem Schacht hing, und befreiten den Verunglückten. Gegen 4.30 Uhr konnte der schwer verletzte Mann in ein Krankenhaus gebracht werden.

Ob er in Lebensgefahr schwebt, war zunächst nicht klar. Die Feuerwehr war mit einem Großaufgebot von 66 Einsatzkräften vor Ort. Ebenfalls waren Polizei und der Rettungsdienst im Einsatz.

Die Autobahn ist zwischen Esslingen und Wendlingen aufgrund der komplizierten Bergung seit mehreren Stunden gesperrt. Eine Umleitung wurde eingerichtet. Die Polizei schätzt den am Lkw entstandenen Sachschaden auf etwa 110.000 Euro.




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