A81 zwischen Zuffenhausen und Feuerbach Was es mit dem zusätzlichen Fahrstreifen auf sich hat

Auf der A81 zwischen den Anschlussstellen Feuerbach und Zuffenhausen wurde der Standstreifen in einen Verflechtungsstreifen umgewandelt. Foto: Andreas Rosar/Fotoagentur-Stuttgart 3 Bilder
Auf der A81 zwischen den Anschlussstellen Feuerbach und Zuffenhausen wurde der Standstreifen in einen Verflechtungsstreifen umgewandelt. Foto: Andreas Rosar/Fotoagentur-Stuttgart

Seit Anfang Februar gibt es einen zusätzlichen Fahrstreifen auf der A81 zwischen den Anschlussstellen Feuerbach und Zuffenhausen. Was es damit auf sich hat und was außerdem auf der Autobahn geplant ist, lesen Sie hier.

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Stuttgart - Seit Anfang Februar gibt es auf der A81 zwischen den Anschlussstellen Feuerbach und Zuffenhausen in beiden Fahrtrichtungen eine wichtige Neuerung: Der Standstreifen wurde in einen so genannter Verflechtungsstreifen umgewandelt.

In den beiden Nächten von Donnerstag, 30. Januar, auf Samstag, 1. Februar, wurden die durchgehenden Fahrbahnmarkierungen zwischen dem jeweils rechten Fahrstreifen und dem bisherigen Standstreifen in diesen Bereichen entfernt und durch gestrichelte so genannte Blockmarkierungen ersetzt.

Was sich nun viele Verkehrsteilnehmer fragen werden: Ist die Autobahn zwischen den beiden Anschlussstellen nun vierspurig? Dies verneint ein Sprecher des Regierungspräsidiums Stuttgart: „Wir sprechen dabei nicht von einem vierten Fahrstreifen, da der Verflechtungsstreifen vornehmlich für Verkehrsteilnehmer da ist, die an einer Anschlussstelle auf die Autobahn auffahren und ohne die Spur zu wechseln an der nächsten Anschlussstelle die Autobahn wieder verlassen. Er verbindet den Beschleunigungsstreifen der einen Anschlussstelle mit dem Verzögerungsstreifen der anderen Anschlussstelle“.

Die durchgehenden – in diesem Falle drei – Fahrstreifen werden durch eine Blockmarkierung von dem Verflechtungsstreifen optisch abgetrennt. Ein solcher Verflechtungsstreifen befindet sich übrigens schon seit längerer Zeit zwischen den Anschlussstellen Ludwigsburg-Nord und –Süd in Fahrtrichtung Stuttgart, was laut dem Sprecher des Regierungspräsidiums zu einer deutlichen Verbesserung der Verkehrssituation im dortigen Bereich vor allem in den Stoßzeiten geführt hat.

Weitere Maßnahmen auf der A81 geplant

Darf der Durchgangsverkehr Verflechtungsstreifen benutzen? Prinzipiell schon, dabei handelt es sich allerdings um eine rechtliche Grauzone. „Wenn Sie diesen Streifen benutzen, um die anderen Verkehrsteilnehmer verbotswidrig rechts zu überholen, machen Sie sich strafbar“, so der Sprecher.

Außerdem stelle ein solcher Verflechtungsstreifen ein Risiko dar, weil der Standstreifen in diesem Bereich fehlt. Sollte ein Fahrzeug eine Panne haben, wäre es auf dem Verflechtungsstreifen gefährdeter als auf dem Standstreifen. Um dieses Risiko zu minimieren, gibt es alle 1000 Meter eine Nothaltebucht.

Auch zwischen den Anschlussstellen Zuffenhausen und Ludwigsburg-Nord wird sich in den kommenden Monaten einiges ändern. Es ist geplant, dass diese Strecke in beiden Richtungen eine so genannte Temporäre Seitenstreifenfreigabe (TSF) bekommt. Dies bedeutet, dass der Standstreifen bei hohem Verkehrsaufkommen als vierter Fahrstreifen genutzt werden kann. Ob der Standstreifen freigegeben ist, zeigt dann die elektronische Verkehrsbeeinflussungsanlage an, so wie es jetzt schon auf der A8 zwischen dem Kreuz Stuttgart und der Anschlussstelle Möhringen der Fall ist.

Da es im Falle des Abschnitts zwischen den Anschlussstellen Ludwigsburg-Süd und –Nord noch einer rechtlichen Prüfung – unter anderem bezüglich des Lärmschutzes – bedarf, werden diese Maßnahmen wohl erst im kommenden Jahr in Angriff genommen.




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