Lesen Sie hier, ab wann Kinder ohne Begleitung ins Schwimmbad dürfen und ab wann sie als sichere Schwimmer gelten.

Digital Unit: Lukas Böhl (lbö)

Allein im Schwimmbad: Mindestalter

In Deutschland ist gesetzlich kein Mindestalter vorgeschrieben, ab dem Kinder allein ein Hallenbad oder Freibad besuchen dürfen. Die Deutsche Gesellschaft für das Badewesen e.V. empfiehlt in ihrem Muster für eine Haus- und Badeordnung jedoch ein Alter von 7 Jahren für den Schwimmbadbesuch ohne Begleitperson. Hierbei handelt es sich jedoch nur um eine Empfehlung. Die Schwimmbäder können selbst festlegen, bis wann Kinder zwingend eine Begleitperson dabeihaben müssen. Im Zweifel hilft ein Blick in die AGB des Schwimmbads.

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Was brauchen Kinder für den Schwimmbadbesuch?

Einige Bäder verlangen von unbegleiteten Kindern einen Kinderausweis sowie ein Schwimmabzeichen, das die Schwimmfähigkeit belegt. In der Regel wird hier das Deutsche Schwimmabzeichen Bronze (Freischwimmer) gefordert. Wie genau der Nachweis zu erbringen ist, kann der Haus- und Nutzungsordnung bzw. den AGB des Schwimmbads entnommen werden.

Ab wann gelten Kinder als sichere Schwimmer?

Die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft e.V. (DLRG) stuft Kinder als sichere Schwimmer ein, die das Schwimmabzeichen Bronze (Freischwimmer) besitzen. Dieses beinhaltet unter anderem 15 Minuten Schwimmen sowie 2 Meter Tieftauchen. Das Seepferdchen (Frühschwimmer) reiche laut DLRG nicht als Nachweis für sicheres Schwimmen aus. Aus diesem Grund müssen Kinder, die nur das Seepferdchen bestanden haben, beim Schwimmen beaufsichtigt werden. Zwar gibt es im Schwimmbad stets eine Badeaufsicht, doch die Eltern können sich bei der Entscheidung, ob sie ihre Kinder allein ins Schwimmbad lassen, an der Empfehlung des DLRG orientieren. Mit Freischwimmer ja. Mit Seepferdchen nein.

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